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Jeder hat Recht auf Arbeit! - 30.04.2009

Pressegespräch der Beruflichen Integration der Caritas in der BBO St. Pölten am 30. April, v. l.: Matthias Geitzenauer (Berufliche Integration Caritas St. Pölten), Vizebürgermeister Johannes Sassmann, Stadtrat Dietmar Fenz, Anna Durstberger (Bereichsleitung PsychoSoziale Dienste der Caritas), Rudolf Dörr-Kaltenberger (Leitung Berufliche Integration Caritas), Doris Haydn (Teilnehmerin der BBO), Günther Widy (Bundessozialamt NÖ), Vizebürgermeisterin Susanne Kysela, Renate Grasl (Leitung BBO).Pressegespräch der Beruflichen Integration der Caritas in der BBO St. Pölten am 30. April, v. l.: Matthias Geitzenauer (Berufliche Integration Caritas St. Pölten), Vizebürgermeister Johannes Sassmann, Stadtrat Dietmar Fenz, Anna Durstberger (Bereichsleitung PsychoSoziale Einrichtungen der Caritas), Rudolf Dörr-Kaltenberger (Leitung Berufliche Integration Caritas), Doris Haydn (Teilnehmerin der BBO), Günther Widy (Bundessozialamt NÖ), Vizebürgermeisterin Susanne Kysela, Renate Grasl (Leitung BBO). "Was wir bereits spüren ist, dass immer weniger Betriebe bereit sind, Menschen mit Behinderung einzustellen, nicht einmal Praktika sind möglich" so Rudolf Dörr-Kaltenberger, Leiter der Beruflichen Integration der Caritas. Mitarbeiter der Beruflichen Integration der Caritas machten am 30. April, dem Tag der Arbeitslosen bei einer Straßenaktion auf ihre Dienste aufmerksam, v.l.: Birgit Holubek, Beate Wildthan, Rudolf Dörr-Kaltenberger (Leitung Berufliche Integration der Caritas) und Christian Frid.Mitarbeiter der Beruflichen Integration der Caritas machten am 30. April, dem Tag der Arbeitslosen bei einer Straßenaktion auf ihre Dienste aufmerksam, v.l.: Birgit Holubek, Beate Wildthan, Rudolf Dörr-Kaltenberger (Leitung Berufliche Integration der Caritas) und Christian Frid.

Das Risiko, von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein ist in einer Zeit der wirtschaftlichen Krise für Menschen mit Behinderungen ungleich höher. Darauf machten am 30. April, am "Tag der Arbeitslosen" die Dienste der Beruflichen Integration der Caritas St. Pölten bei einem Pressegespräch aufmerksam.

Doris Haydn hat ihren Job verloren, war lange Zeit arbeitslos. In dieser Zeit ohne Perspektive wurde sie psychisch krank und bekam schwere Depressionen. Zurückgefunden ins Leben hat sie durch eine Qualifizierungsmaßnahme der Beruflichen Integration der Caritas St. Pölten. "Im BBO (Projekt Beschäftigung und Berufsorientierung) hat man Rücksicht genommen auf meine Krankheit. Schrittweise habe ich mich hier ins Arbeitsleben integrieren können, bin endlich rausgekommen aus der Isolation" erzählt Doris Haydn. Ihr größter Wunsch: "Eine Arbeitsstelle, wo es mir gut geht".

Kognitive, soziale, körperliche oder psychische Voraussetzungen, die nicht den dynamischen, anspruchsvollen Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen, führen häufig zur Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt. "Unser Grundsatz ist diese Menschen wieder zu befähigen, im Arbeitsleben  zurecht zu kommen", betont Renate Grasl, Leiterin des Projektes BBO. "Stärkung und Erkennen der eigenen Fähigkeiten, körperliche Fitness, soziale Kompetenzen und Entwicklung von beruflichen Perspektiven sind uns hier besonders wichtig." Im letzten Jahr konnten 54 % der Teilnehmer in den Arbeitsmarkt vermittelt werden.

Dennoch sind auch die Dienste der Beruflichen Integration von der Wirtschaftskrise betroffen. "Jeder hat Recht auf Arbeit, auch der Mensch mit Behinderung", so Rudolf Dörr-Kaltenberger, Leiter der Beruflichen Integration der Caritas. "Was wir bereits spüren ist, dass immer weniger Betriebe bereit sind, Menschen mit Behinderung einzustellen, nicht einmal Praktika sind möglich". Günther Widy vom Bundessozialamt stellt dem gegenüber, dass auch weiterhin alle Mittel und Förderungen zur Verfügung gestellt werden, um diese Dienste zu finanzieren.
 
"Die Caritas ist aber nicht nur Dienstanbieter für die berufliche Integration, sondern sie nimmt auch die Anwaltschaft für Menschen mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen wahr", betont Anna Durstberger, Bereichsleiterin für die Psychosozialen Einrichtungen der Caritas. "Das Recht auf Arbeit ist ein Menschenrecht. Ein Flächendeckendes Angebot der Dienste der Beruflichen Integration ist unser Ziel", so Durstberger. "Qualifizierungsprojekte wie das BBO in St. Pölten wären dringend auch in den Regionen Waldviertel und Mostviertel nötig."

Die Caritas der Diözese St. Pölten bietet mit der "Beruflichen Integration" (umfasst die Dienste Arbeitsassistenz, Jobcoaching, Clearing, Berufausbildungsassistenz und die Qualifizierungsmaßnahme Beschäftigung und Berufsorientierung BBO) seit 1996 Menschen mit psychischen Erkrankungen und Lernschwierigkeiten Unterstützung in ihrer beruflichen Lebensplanung und deren Umsetzung. In Summe werden jährlich etwa 1000 Personen und die Betriebe, wo sie arbeiten bzw. auf Arbeitssuche sind, begleitet bzw. beraten.

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