Aufgaben und Grundsätze
"Jeder Mensch ist Ebenbild Gottes"
Durch Unrechtssituationen wird in vielen Ländern die Würde von Menschen mit Füßen getreten und durch plötzliche Katastrophen das Leben vieler bedroht. In den Armutsregionen des Südens und Ostens geraten Menschen immer wieder in für uns unvorstellbare Notsituationen. Wir sind zum Handeln herausgefordert.
Unsere Arbeit kommt vor allem den Not leidenden Menschen in den südlichen und östlichen Regionen der Erde zugute, denen sonst nur unzureichend oder nicht geholfen wird. Wir versuchen die Lebensweise und die Wertvorstellungen der hilfsbedürftigen Menschen zu respektieren und helfen ungeachtet ihrer Herkunft, Religion, politischer Überzeugung oder persönlicher Schuld. Unsere Hilfe leisten wir im Netzwerk der internationalen Caritasfamilie, die dem Grundsatz der Partnerschaft verpflichtet ist. In der Auslandshilfe arbeiten wir deshalb mit lokalen Caritasorganisationen wie auch mit anderen kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Unser Menschenbild und die Notwendigkeit Zivilgesellschaften vor Ort zu stärken, damit nachhaltige Entwicklung möglich ist, verpflichten uns dazu. So wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse der Menschen richtig erkannt und ihre kulturellen und gesellschaftlichen Normen nicht verletzt werden.
Die Verpflichtung, die die internationale Staatengemeinschaft mit den Millenium Development Goals (MDG) übernommen hat, ist ein wichtiger Schritt für die Beseitigung der Armut. Wir verstehen unsere Arbeit als Beitrag zur Erreichung der MDGs.
Was wir tun:
Unsere Arbeit geschieht in folgenden Feldern: Katastrophenhilfe, EZA und Programmarbeit, Anwaltschaft und Öffentlichkeitsarbeit. Unsere Maßnahmen orientieren sich dabei an den unmittelbaren Bedürfnissen der Menschen in Not. Gleichstellung und Gleichwertigkeit von Männern und Frauen ist ein Grundprinzip unserer Arbeit.
Katastrophenhilfe und Wiederaufbau
Ziel der Katastrophenhilfe ist es, Überleben zu sichern, die größte Not vor Ort zu lindern und um dann zum Wiederaufbau überzuleiten.
Mit Wiederaufbau verbinden wir Hilfsmaßnahmen, die die Würde und Selbstständigkeit der Menschen und ihr soziales Umfeld wiederherstellen. Der Wiederaufbau soll die Grundlage für eine langfristige soziale und wirtschaftliche Entwicklung schaffen.
EZA und Programme der Caritas
In unserer Entwicklungszusammenarbeit gilt der Grundsatz "Hilfe zur Selbsthilfe". Die Not leidenden Menschen sollen nicht nur Almosenempfänger sein, sondern durch ihre Eigenleistung zur Verbesserung der Lebenssituation beitragen. Wir fördern Eigeninitiative und Verantwortung und unterstützen Sie bei der Entwicklung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Kompetenz.
Besonders versuchen wir das in folgenden Programmen:
Lebensgrundlagen von Menschen
Menschen auf der Flucht
Kinder in Not
Frauen
Menschen mit Behinderung
Roma und andere Minderheiten
HIV
Anwaltschaft:
Darunter verstehen wir die aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen und politischen Lebens. Unser gesellschaftspolitisches Engagement steht in direktem Zusammenhang mit unserer täglichen Arbeit und ist mit unseren Partner abgestimmt. Wir sehen uns veranlasst, die Ursachen von Not aufzuzeigen, Vorschläge zur Beseitigung dieser Not einzubringen und an konkreten Veränderungen mitzuarbeiten - auch dann, wenn wir auf Widerstand stoßen.
Öffentlichkeitsarbeit/Bildungsarbeit
Diese richtet sich an die Menschen in unserem Land und versucht ein objektives Bild der Bedürfnisse von Menschen in anderen Ländern und Kulturkreisen zu vermitteln. Mit der konkreten Darstellung der Auslandshilfearbeit wollen wir das Bewusstsein fördern, dass wir alle miteinander verbunden und aufeinander angewiesen sind und daher auch füreinander Verantwortung tragen.
Auslandshilfe
Lukas Steinwendtner
Leitung
Hasnerstraße 4,
3100 St. Pölten
T 02742/844 350
F 02742/844 180
M 0676/83 844 350




