NÖN Artikel
NÖN Woche 31/2011 - Caritas Talk im Cinema Paradiso
"Bergwandern als Therapie, als eine Möglichkeit sich aus der Drogensucht zu befreien."
Manni, Tanja, Conny, Stefan und Christian - fünf Drogenkarrieren, fünf Schicksale, fünf Persönlichkeiten. Alle haben sie eine mehrjährige Drogenkarriere hinter sich. Zusammen mit zwei Sozialarbeitern und einem Arzt sind sie sieben Tage lang von Oberstdorf nach Meran unterwegs. Ein außergewöhnliches Unterfangen - und ein riskantes. Der Höhenwanderweg ist schon für normale Wanderer eine Herausforderung, für Süchtige scheint es eine kaum zu schaffende Expedition zu sein. Sie erhalten zwar alle seit ein paar Monaten Ersatzdrogen, aber ihre Körper sind von den Drogen ausgelaugt und krank. Warum tun sie sich das an, warum laufen sie eine Woche lang 150 Kilometer weit und insgesamt 11.000 Meter hoch? Es ist ein riskantes Experiment mit einem Ziel: In dieser Woche sollen alle über sich hinauswachsen, neuen Mut, neue Kraft für den Alltag finden. Sie sollen sich und anderen zeigen, dass sie noch was leisten können. Sie sollen erkennen, dass das Leben auch ohne Drogen lebenswert ist. Tagelang kämpfen die Suchtkranken gegen ihren inneren Schweinehund und gegen die Höhenangst. Ein ungewöhnlicher Einblick in die Welt der Sucht liefert die anrührende und unterhaltsame Dokumentation, ausgezeichnet mit dem Publikumspreis beim Bergfilmfestival Tegernsee.
Im Anschluss an die Filmvorführung fand eine trialogische Podiumsdiskussion mit DSA Anna Durstberger und Univ. Doz. Dr. Stefan Frühwald statt, bei der es zu einem regen Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen, Fachkräften und sonst Interessierten kam."
Suchtberatung
DSA Anna Durstberger
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