Deshalb engagiere ich mich freiwillig
Warum ich mich freiwillig für die Caritas engagiere
Hier finden Sie Statements von Freiwilligen über ihre Motivation zum Engagement in der Caritas.
Edith Krecij
Durch die längere Betreuung meines schwer kranken Mannes ist mir bewusst geworden, wie wichtig Besuche für Menschen sind, die auf Grund Ihres Alters oder ihrer körperlichen Verfassung ihr Zuhause nur mehr schwer oder gar nicht mehr verlassen können.
Die wöchentliche Begegnung mit "meiner" gebrechlichen, allein lebenden älteren Dame ist für mich immer eine Zeitreise in ihre Vergangenheit. Sehr berührend ist für mich immer WIE sie über ihre verstorbenen Geschwister und Eltern spricht. Jedes Mal verlasse ich sie mit tiefem Respekt vor der Meisterung ihrer Lebensumstände und ihrem tiefen Glauben.
Eine gute Einführung für den Besuchsdienst war für mich die Seminarreihe "Menschen besuchen". Ich erhielt dort wertvolle Informationen über Gesprächsführung und Krankheiten des Alters. Ich schätze auch sehr, die regelmäßig angebotenen Fortbildungsveranstaltungen der Caritas, zuletzt über Trauerbegleitung.
Ich freue mich auch jedes Mal auf die regelmäßig stattfindenden Treffen anderer Freiwilliger. In gemütlicher Atmosphäre tauschen wir uns gegenseitig aus und unsere Leitung hat immer ein offenes Ohr für eventuelle Wünsche und Anregungen.
Erna Feregyhazy
Seit meiner Jugend bin ich freiwillig aktiv, angefangen als Jungscharführerin zur KJ-Leiterin, über Pfarrgemeinderätin, Bildungswerkmitarbeiterin, 30 Jahren Mitarbeit in der Frauenbewegung, Lektorendiensten und bis heute noch Mitarbeit beim Hilfswerk und der PfarrCaritas.
Bei letzten genannten Organisationen bin ich im Besuchsdienst tätig, wobei ich bei der PfarrCaritas seit 6 Jahren aktiv bin, die Einschulung zum Besuchsdienst erfolgte damals in Purgstall bei einem Seminar der PfarrCaritas.
Freiwilligenarbeit bedeutet für mich aktiv zu werden, für und mit anderen Menschen. Es ist für mich eigentlich eine Berufung, es ist Teil meines Lebens, seit ich damals in der Jungschar begonnen habe. Ich weiß noch genau, wie wir mit einem Afrikaprojekt gestartet haben. Es war einfach ein innerer Drang, etwas für notleidende Menschen zu tun. Was mir persönlich aber sehr wichtig ist, sind der Ausgleich und eine Balance zu finden, zwischen Freiwilligenarbeit und anderen Hobbys, wie zum Beispiel das Malen.
Qualität im Ehrenamt und eine gute Vernetzung unterschiedlicher Vereine haben bei mir einen sehr hohen Stellenwert. Ich finde es wichtig, Weiterbildungen zu besuchen, um auch in der wichtigen Aufgabe von freiwilligen Tätigkeiten Qualität gewährleisten zu können. Es muss auch unter den Vereinen kooperiert werden, eine Vernetzung stattfinden, Zusammenarbeit erfolgen und der Mensch ins Zentrum rücken.
So lange ich kann werde ich freiwillig aktiv sein, um ein Stück dazu beizutragen, Menschen zu helfen.
Irmi Eichinger
Jemanden helfen zu können, mitzuhelfen, dass ältere und traurige Menschen nicht so einsam sind, das sind Motivationsgründe für meine Mitarbeit im Pfarrcaritas Arbeitskreis. Seit der letzten PGR Wahl bin ich nun dabei und versuche im Kleinen etwas zu bewirken. Für mich ist es eine sinnvolle Freizeitgestaltung, der Kontakt zu den Menschen in der Pfarre ist mir immer wichtiger geworden, die Gemeinschaft im Pfarrcaritas Team ist auch eine Bereicherung. Zu meinen schönsten Erlebnissen zählt die Gestaltung eines Gottesdienstes für Trauernde, durch die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer wurde ich reich beschenkt. Vor Weihnachten haben wir mit dem Besuchsdienst gestartet, die beste Bezahlung war für mich, das Glück und die Freude in den Augen der anderen zu sehen. Alte und kranke Menschen zu besuchen ist eine erfüllende Aufgabe von der ich selber viel für mein Leben profitiere.
Elfi Zeller
Aus der Initiative heraus, helfen zu wollen, ergab sich für mich so nach und nach, bei älteren alleinstehenden Menschen Hausbesuche zu machen. Vor einigen Jahren ersuchte mich dann unser Stadtpfarrer P. Marian, das Verbindungsglied zwischen der Pfarre undder Caritas zu werden. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Es war gerade eine Frau gestorben, welche ich in unterschiedlichen Zeitspannen besuchte. Sie war nicht nur einsam gewesen, sondern vom Schicksal schwer gezeichnet, und ich hatte Probleme mich abzugrenzen. Meine Kinder waren klein und mich verfolgte das Leid anderer Menschen auf Schritt und Tritt. Im Laufe der Zeit und durch mehrere Gespräche mit der Betreuerin des Dekanats der Caritas war ich dann auf mehreren Treffen, besuchte Weiterbildungen und fühlte mich sehr wohl. Die wertvollen Tipps und Hilfestellungen zu verschiedenen Themen, wie zum Beispiel bei verschuldeten Personen oder Kindern in Trennungsängsten, erleichterten auch mir die Gespräche mit den Betroffenen. So habe ich nicht nur viel dazugelernt, sondern auch viel über mich erfahren. Gut zuhören zu können ist etwas Wichtiges und genauso vertrauensvoll mit dem Gehörten umzugehen. So macht mir diese freiwillige Tätigkeit viel Freude und ich fühle mich sehr gut, wenn es wieder gelungen ist jemandem zu helfen. Dieses gute Gefühl ist nicht nur Dank, nein es ist auch Ansporn weiterzumachen und meine Stärken und Interessen durch mein Engagement einzubringen. Der Zeitaufwand ergibt sich ganz von selbst und überfordert mich nicht.
Immer mehr Menschen sind einsam, finden keinen Anschluss und verschwinden nach der Arbeit in der Anonymität ihrer Wohnung. Da ist das Zugehen auf den Anderen und offen Sein für deren Bedürfnisse leider in unserer schnelllebigen Zeit oft schon ein Geschenk, welches oft nur vorsichtig und zögernd angenommen wird.
Die freiwillig praktizierte Anteilnahme am Leben unserer Nachbarn, Arbeitskollegen, einfach aller Mitmenschen, entspricht doch auch unserem christlichen Glauben und der praktizierten Nächstenliebe.
Ich bin mit Freude dabei und denke in Dankbarkeit an manches Gespräch, das auch für mich sehr bereichernd war.




