Die Geschichte der Caritas St. Pölten von 1920 - 2020

14.02.1920  Gründungstag der Caritas der Diözese St. Pölten

Unter dem Namen „Caritasverband der Diözese St. Pölten“ gründet Michael Memelauer, späterer Bischof der Diözese St. Pölten die Caritas. Die erste Geschäftsstelle befindet sich in der Dr. Ofnergasse 8, in St. Pölten.

 

1920 bis 1938 Aufbauarbeit

Schwerpunkt ist die Errichtung von Kindergärten (Kindergroschenwerk), Krankenpflege und Sterbevorsorge sowie Versorgung der notleidenden Bevölkerung mit Hilfsgütern. Zusätzlich wurde die Ferienaktion „St. Pöltner Kinder aufs Land“ durchgeführt.

 

1939 bis 1945 Zweiter Weltkrieg

Die Caritasarbeit ist aufgrund politischer Verbote nur unter schwierigsten Bedingungen möglich.

 

Ab 1945 Inlandshilfe in der Nachkriegszeit

Einer der Schwerpunkte war die Hilfe für Frauen und Kinder in größter Not. Vor allem wurden Hilfsgüter aus dem Ausland in der Bevölkerung verteilt.

 

1946 bis 1950 Erholungsaufenthalte für Kinder

In Zusammenarbeit mit der jeweiligen Caritas vor Ort wurden Kinder nach Portugal, Spanien und in die Schweiz zur Erholung geschickt.

 

1959/60 neue Organisationsform

Die Caritas St. Pölten wird als kirchliche Organisation mit eigener Rechtspersönlichkeit neu gegründet. Seitdem lautet der Name „Caritas der Diözese St. Pölten“. Das Kuratorium wird zum obersten Planungs- und Kontrollorgan.

 

Ab 1960

Ab 1960 wurden die ersten FamilienhelferInnen ausgebildet.

 

1964 Stationäre Pflege

In St. Pölten wird das Pensionistenheim Haus St. Elisabeth eröffnet.

 

1966 Gründung der SOS-Gemeinschaft

Für Einzelpersonen und Familien in akuten Notfällen wird Beratung und Hilfe organisiert (heute Sozialberatung.Nothilfe).

 

1972 Psychosozialer Dienst

Umbruch in der Psychiatrie. Erstmals gibt es Beratung für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

 

1974 Neues Sozialhilfegesetz

Das Land Niederösterreich überträgt Aufgaben an die Caritas St. Pölten und übernimmt die Finanzierung.

 

1976 Caritas für Menschen mit Behinderung

In Schrems, im Waldviertel, wird das erste Tagesheim für Menschen mit Behinderung eröffnet.

 

1978 Aufbau der Sozialstationen

Diplomierte Krankenschwestern sowie Alten- und  HeimhelferInnen beginnen mit Betreuung

und Pflege zu Hause.

 

1988 Psychosoziales Tages- und Wohnheim im Schloss Schiltern

Ab 1988 entsteht ein psychosoziales Tages- und Wohnheim für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

 

1992 Hilfe im Ausland

Mit 1. September gibt es erstmals eine eigene Abteilung der Caritas St. Pölten für direkte Auslandshilfe mit Entwicklungshilfeprojekten in Albanien, Pakistan und im Senegal.

 

Seit 1994 Tagesmütter-Dienst

Junge Mütter mit ihren eigenen Kindern betreuen auch Klein- und Schulkinder anderer Familien tagsüber im eigenen Haus.

  

1994 Notruftelefone und Essen auf Rädern

Das Angebot der Hauskrankenpflege und Heimhilfe wird um Notruftelefone und um Essen auf Rädern in den ersten Regionen ergänzt.

 

1995 Mutter-Kind-Heim in St. Pölten

Die Aktion Leben übergibt das Mutter-Kind-Haus in St. Pölten zur Weiterführung an die Caritas.

 

1995 Aufbau carla Krems

Aus der ursprünglichen Sammel-, Lager- und Ausgabestelle für Sachspenden, an sozial bedürftige Menschen der Balkanhilfe, entwickelt sich auch ein Secondhand-Verkauf.

 

1996 Leben in Würde bis zuletzt

Der Mobile Hospizdienst wird gegründet.

 

1996 Arbeitsassistenz für psychisch kranke Menschen

In Waidhofen/Thaya, Horn, Krems, St. Pölten, Zwettl, Gmünd und Lilienfeld beginnt die Arbeitsassistenz für psychisch kranke Menschen

  

1997 Arbeitsrehabilitation für psychisch kranke Menschen

In St. Pölten eröffnet die Beschäftigung und Berufsorientierung (BBO).

 

1999 PfarrCaritas

Im Mostviertel startet der Besuchsdienst der PfarrCaritas.

 

1999 Caritas Zentrale

Die Mitarbeiter der Caritas Zentrale beziehen das Haus in der Hasnerstraße 4 in St. Pölten.

 

2002 Recycling statt Neuproduktion

In Zwettl eröffnet die erste Recycling-Werkstätte.

 

2002 Katastrophenhilfe im Inland

Schnelle Hilfe für Hochwasseropfer in Niederösterreich. Damit wird die Katastrophenhilfe im Inland professionalisiert.

 

2004 Betreuungskonzept für Menschen mit kognitiver und Mehrfachbehinderung

Ein neues Betreuungskonzept für Menschen mit kognitiver und Mehrfachbehinderung in den Bereichen Arbeit, Wohnen, Freizeit und Bildung kommt zum Einsatz.

 

2004/2005 - Katastrophen im Ausland

Für die Erdbebenopfer in Pakistan und die Hilfe für die Opfer des Tsunamis in Thailand werden große Spendenaktionen gestartet. Damit konnte tausenden Menschen geholfen werden.

 

2007 Neustrukturierung der Caritas-Bereiche

Familie und Pflege, Menschen in Not, Menschen mit Behinderungen, PsychoSoziale Einrichtungen

 

2008 Laufend Gutes tun

Erstmals findet ein youngCaritas Laufwunder statt.

 

2010

Rat und Hilfe kommt in die Verantwortung der Caritas St. Pölten.

Das Projekt KIPKE, des Bereichs PsychoSoziale Einrichtungen, wird ins Leben gerufen. Erstmals gibt es Beratung für Kinder von psychisch erkrankter Eltern.

 

2014

Aus dem Haus St. Elisabeth wird nach umfangreichen Aus- und Umbau ein explizites Pflegeheim.

 

2015 Flüchtlingskrise

In St. Pölten, Wieselburg und Bischofstetten entstehen Transitquartiere sowie in Melk, Herzogenburg und Wilhelmsburg Grundversorgungsquartiere. Später können in mehreren Orten im Wald- und Mostviertel Wohnungen zur Verfügung gestellt werden.

 

2017 Leben und Arbeiten

Die BewohnerInnen von Schiltern übersiedeln in die neuen Tagesstätten und Wohnheime in Paudorf und Zwettl.

 

2019 Sozialmarkt (soma)

Die Caritas St. Pölten übernimmt den soma Krems.

Eröffnung eines soma in Schrems und in Zwettl.

 

2020 Not sehen und handeln

Heute engagieren sich über 2.400 MitarbeiterInnen, 800 Freiwillige und rund 4.000 HaussammlerInnen innerhalb der Caritas St. Pölten.