Caritas St. Pölten Menschenkette vor NÖ Landhaus

Caritas St. Pölten Menschenkette vor NÖ Landhaus

Asylwerber in Schrems wollen mehr über österreichische Werte wissen!

21.11.17 / 14:22

Die Caritas Männerberatung Rat & Hilfe hat in Schrems die 12-teilige Dialogreihe MEN TALK für Asylwerber durchgeführt: Christian Scheidl (ganz links sitzend) und Anna Mickl, Ulrike Urtz, Matthias Geitzenauer (von rechts) von Caritas Rat & Hilfe sowie Dolmetscher Mohammad Qasim Moradi (4. von links) mit den teilnehmenden Asylwerbern.


Die Caritas Männerberatung Rat & Hilfe hat im Auftrag des Bundesministeriums für Inners und in Kooperation mit dem Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark in Schrems von August bis November 2017die 12-teiligen Dialogreihe MEN TALK durchgeführt.

Dabei wurde an sechs Nachmittagen gemeinsam mit asylwerbenden Männern in Workshops zu den Themen Umgang mit Gewalt, Emotionen und eigenen Erlebnissen, Ehre, Frauen- und Kinderrechte, Geschlechtergleichstellung sowie Sexualität und Beziehungen gearbeitet.

Die Workshops bauen auf internationalen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen auf. Diese Gruppen werden im Jahr 2017 in vier österreichischen Bundesländern durchgeführt.
In Schrems konnten 24 Personen (aus Afghanistan und Iran) aus Schrems, Gmünd und Heidenreichstein teilnehmen. Durch die Workshops führten Christian Scheidl, Anna Mickl, Ulrike Urtz, Tamer Henedy und Dolmetscher Mohammad Qasim Moradi von der Caritas St. Pölten.

Asylwerber wollen sich integrieren
Besonders bemerkenswert an den Workshops ist das enorme Interesse der Asylwerber: Obwohl die Workshops im Asylverfahren keine offizielle Anerkennung haben, sind Zulauf, Teilnahmedisziplin und eingebrachtes Interesse enorm. Die Rückmeldungen von ehrenamtlichen Helfern in den Quartieren zeigen, dass die Teilnehmer nicht nur selbst profitieren, sondern die Inhalte an andere Asylwerber weitertragen und mit diesen diskutieren. Somit unterstützen auch die Teilnehmer selbst diesen Beitrag zur sozialen Integration und Stärkung des sozialen Zusammenhalts.
Ein besonderer Dank gilt „Miteinander in Schrems“ und „Gmünd hilft“ für die Unterstützung in der Organisation und Umsetzung.