Caritas St. Pölten Menschenkette vor NÖ Landhaus

Caritas St. Pölten Menschenkette vor NÖ Landhaus

Asylwerber wollen mehr über österreichische Werte wissen!

02.01.18 / 08:12

Die Teilnehmer an der 12-teiligen Caritas Dialogreihe „Men Talk“ in Zwettl mit dem Leiter der HLW Zwettl, OStR Mag. Gerhard Schenk (links stehend), Dolmetscher Caritas, Mohammad Qasim Moradi (zweiter von links stehend) und Christian Scheidl (erste Reihe links), dem Leiter von "Men Talk" in der HLW Zwettl.

Dabei wurde an sechs Nachmittagen gemeinsam mit asylwerbenden Männern in Workshops zu den Themen Umgang mit Gewalt, Emotionen und schlimmen Erlebnissen, Gewaltschutz, Ehre, Frauen- und Kinderrechte, Geschlechtergleichstellung sowie Sexualität und Beziehungen gearbeitet. An jedem Nachmittag wurden zwei Dialogthemen behandelt.

In der HLW Zwettl haben 22 Personen aus der Übergangsklasse, den Sprachstartklassen und aus einem Grundversorgungsquartier in Zwettl teilgenommen. Alle Teilnehmer stammen aus Afghanistan.
Durch die Workshops führten Christian Scheidl, Anna Mickl, Ulrike Urtz, Michael Cserveny, Tamer Henedy und Dolmetscher Mohammad Qasim Moradi von der Caritas St. Pölten.

„Besonders bemerkenswert an den Workshops ist das enorme Interesse der Asylwerber“, sagt Christian Scheidl von der Caritas. Obwohl die Workshops im Asylverfahren keine offizielle Anerkennung haben, sind Zulauf, Teilnahmedisziplin und eingebrachtes Interesse enorm.

„Die Rückmeldungen von der Schule und ehrenamtlichen Helfern in den Quartieren zeigen, dass die Teilnehmer nicht nur selbst profitieren, sondern die Inhalte an andere Asylwerber weitertragen und mit diesen diskutieren“, betont Scheidl. Somit unterstützen auch die Teilnehmer selbst diesen Beitrag zur sozialen Integration und Stärkung des sozialen Zusammenhalts.

„Ein besonderer Dank gilt dem Leiter der HLW Zwettl, OStR Mag. Gerhard Schenk und den LehrerInnen für die Unterstützung in der Organisation und Umsetzung“, sagt Christian Scheidl von der Caritas Beratungsstelle Rat und Hilfe. 

Diese Workshops bauen auf internationalen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen auf und wurden im Jahr 2017 in vier österreichischen Bundesländern durchgeführt.