Aktuelles

Neues Büro des Mobilen Hospizdienstes der Caritas in Krems

29.09.16 / 15:19

Caritasdirektor Hannes Ziselsberger: „Mehr als die Hälfte der gesamten Caritas Hospizarbeit wird mit Spenden finanziert.“

„Kranke besuchen und Trauernde trösten sind zwei wesentliche Werke der Barmherzigkeit, die sich in unserer Hospizarbeit finden. Am Lebensende ziehen wir alle Bilanz unseres Lebens“, so Caritasdirektor Hannes Ziselsberger beim Tag der offenen Tür im neuen Büro des Mobilen Hospizdienstes der Caritas am Bahnhofsplatz in Krems.
Der Mobile Hospizdienst der Caritas begleitet schwerkranke Menschen in der letzten Lebensphase. „20 Ehrenamtliche haben im Vorjahr 48 schwerkranke Menschen in der Region Krems begleitet“, sagt Claudia Psota, die Koordinatorin des Mobilien Hospizdienstes Krems. „Wir sind auch für Angehörige da“, ergänzt Psota, die seit Februar den Kremser Hospizdienst leitet.
Karin Thallauer, die Leiterin des Bereiches Familie und Pflege in der Caritas der Diözese, dankte in Krems besonders den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz.
Claudia Psota erwähnt auch sehr lobend die gute Zusammenarbeit mit dem Palliativ Team im Landesklinikum Krems.

Neue Leiterin des Mobilen Hospizdienstes der Caritas der Diözese St. Pölten
Nicht nur der Caritasdirektor ist neu in der Diözese St. Pölten. Seit September hat die Caritas auch eine neue Leiterin der Mobilen Hospizdienste. Die Nachfolgerin von Elisabeth Haas ist die Kremserin Edda Kaufmann. Sie hat zuvor den Hospizdienst für den Bezirk St. Pölten-Land geleitet. Kaufmann ist zuständig für die sechs Mobilen Hospizdienste der Caritas zwischen Krems, Lilienfeld, Amstetten und Waidhofen an der Ybbs. In diesem Gebiet hat die Caritas im Vorjahr mit 129 Ehrenamtlichen 328 Menschen in der letzten Lebensphase begleitet. Mehr als 6200 Stunden haben die Ehrenamtlichen dafür aufgewendet. Elisabeth Haas wechselt von der Caritas in die Pfarrseelsorge in Karlstetten.

Hospizbegleitung
Die Hospizbegleitung kann kostenlos in Anspruch genommen werden und umfasst alles, was die Achtung und Würde der betroffenen Menschen stärkt und hilft das Leben zu spüren.  „Einfach `Da Sein“, sagt Claudia Psota, „reden, plaudern, erinnern, gemeinsam Kaffee trinken, das Leben reflektieren oder wenn möglich, gemeinsam spazieren gehen.“ Die Hospizbegleitung erfolgt zu Hause, in Krankenhäusern und Pflegeheimen oder in stationären Hospizeinrichtungen.

Angebote für Trauernde
Für hinterbliebene Angehörige ist auch eine Begleitung möglich, beziehungsweise werden Gruppen für Trauernde angeboten. Am Trauertelefon ist jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 18 und 20 Uhr eine Hospiz- und Trauerbegleiterin auch für anonyme Gespräche erreichbar.
Tel.: 0676 / 83 844 299.
In der Region Krems werden auch Wandertage für Trauernde angeboten. Termine sind am Freitag, 28. Oktober 2016,  am Freitag, 7. April und am Freitag, 2. Juni 2017. Anmeldung bei Hospizkoordinatorin Claudia Psota, 0676 / 83 844 629.

Ausbildung
Alle Ehrenamtlichen, die sich in der Hospizbegleitung engagieren möchten, benötigen eine Ausbildung. Der nächste Lehrgang für Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung beginnt am 3. März 2017 in St. Pölten und umfasst 160 Unterrichtseinheiten.
 Finanziert wird der Mobile Hospizdienst der Caritas mit Spenden und finanzieller Unterstützung des Landes NÖ. „Von der Gesamtfinanzierung in diesem Jahr wird mehr als die Hälfte durch Spenden aufgebracht“, betont Caritasdirektor Hannes Ziselsberger. „Hier möchte ich mich bei allen Unterstützerinnen der Hospizarbeit sehr herzlich bedanken“, so Direktor Ziselsberger.

Der Mobile Hospizdienst der Caritas hat in Krems am Bahnhofsplatz ein neues Büro. Beim Tag der offenen Tür (von links): Pfarrer Franz Richter, Claudia Psota, Leiterin des Hospizdienstes in Krems, Edda Kaufmann, Leiterin des Caritas Hospizdienstes in der Diözese St. Pölten, Gemeinderat Klaus Bergmaier, Caritasdirektor Hannes Ziselsberger, Karin Thallauer, Leiterin des Bereiches Familie und Pflege in der Caritas der Diözese St. Pölten und Walter Ruzicka, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Caritas Hospizdienst Krems.