Trauerstationen "Dein Weg möge weitergehen" in Etsdorf/Kamp

25.10.17 / 08:00 - 25.10.17 / 08:00

Wo: Pfarre Etsdorf am Kamp

Organisator: Mobiler Hospizdienst der Caritas St. Pölten

Der Mobile Hospizdienst der Caritas präsentiert einen besonderen Platz der Trauer in der Pfarre Etsdorf am Kamp. An vier Stationen gibt es für die BesucherInnen die Möglichkeit, innezuhalten und persönlichen Trauererfahrungen Ausdruck zu verleihen. Dabei können sie unter anderem schmerzhafte Erlebnisse aufschreiben und in eine Art Klagemauer stecken, mit Glassteinen einen „Weg der Erinnerung“ legen oder die tröstende Geschichte „Die Glücksbohne in der Hosentasche“  mit nach Hause nehmen.

Die Stationen im Überblick:

Die erste Station ist die „Klagemauer“. Ziegelsteine sind zu einer Mauer geschichtet, in die verschriftlichte Klagen gesteckt werden können. Dabei geht es darum den Schmerz auszudrücken, zu klagen. Bei dieser Station soll die Gelegenheit gegeben sein, Schmerzen und Klagen sichtbar zu machen, sie zu verschriftlichen und dann in die Klagemauer zu stecken. Die verschriftlichten Klagen werden am Karsamstag dem Feuer übergeben.

Der „See der Tränen“ ist die zweite Station. Es geht dabei darum den Verlust symbolisch zu beweinen. Auf dem Tisch steht ein Bottich in dem Steine liegen, welche mit Gedanken von Trauernden beschriftet sind. Aus einem Krug wird Wasser auf diese Steine gegossen. Das Wasser ist Symbol für Reinigung und neues Leben und soll die Tränen symbolisieren.

Die dritte Station ist der „Weg der Erinnerung“. Hier besteht die Möglichkeit noch einmal Danke zu sagen, für den Lebensweg, der gemeinsam gegangen wurde. So können Dankesworte auf ein buntes Blatt Papier geschrieben und, beschwert mit einem Glasstein, auf den Kiesweg gelegt werden. Der Weg ist das Symbol für das Leben, das noch vor uns liegt.

Die „Glücksbohne in der Hosentasche“ ist eine Geschichte zum Mitnehmen und Nachahmen, zum Kraft schöpfen und Zuversicht spüren. Das was in der Vergangenheit geschehen ist, wird immer ein Teil der Hinterbliebenen bleiben und trotzdem darf das Leben eines Tages wieder bejaht werden. Die Geschichte erzählt von einem Mann, der durch die Bohnen in seiner Hosentasche wieder langsam lernt Glücksmomente wahrzunehmen. Die Geschichte und eine Hand voll Bohnen können mit nach Hause genommen werden.

Diese Trauerstationen können über den Hospizdienst unter hospiz(at)stpoelten.caritas.at z.B. von Kirchen, Schulen, Betrieben, Rettungsstellen, Feuerwehr, Polizei usw…, angefordert werden.