Caritas pflanzt anlässlich 50 Jahre Werkstatt Schrems Jubiläumsbaum im Stadtpark

Vor 50 Jahren wurde in Schrems die erste Werkstatt der Caritas für Menschen mit Behinderungen in der Diözese St. Pölten mit sechs Klient*innen eröffnet. Als Auftaktveranstaltung zum Jubiläum wurde nun am Donnerstag, den 28. Mai 2026 gemeinsam mit Bürgermeister David Süß, den Vertretern der Gemeinde- und Stadträte, Pfarrer Thomas Kuziora, den Vertretern der Pfarrgemeinderäte, Bereichsleiter Martin Kargl und Fachbereichsleiterin Martina Neubauer, sowie Leiterin Pavlina Sykora, Stellvertreterin Sandra Eichinger und Betreuer*innen und Klient*innen der Werkstatt im Stadtpark Schrems ein Jubiläumsbaum gepflanzt. Im Anschluss an die Baumpflanzung wurde in die Werkstatt Schrems zu Kaffee und Gugelhupf, gefolgt von einer kleinen Führung durch das Haus, eingeladen. 

Werkstattleiterin Pavlina Sykora erzählt stolz: „Es freut uns sehr, dass wir schon seit so langer Zeit in Schrems vertreten sind und nun auch mit dem Jubiläumsbaum dazu beitragen, den Stadtpark mitzugestalten und ein sichtbares Zeichen zu setzen“. 

Vielfalt und Förderung bei der Caritas
Heute arbeiten in der Werkstatt Schrems 43 Menschen mit Behinderungen, 10 Betreuerinnen und Betreuer und ein Zivildiener. Ein Klient, Johann Bruckner ist sogar seit dem ersten Arbeitstag im Mai 1976 in der Werkstatt. Die Arbeit ist in sechs spezialisierten Abteilungen organisiert. Jede Abteilung bietet Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen sinnvolle Tätigkeiten und gezielte Unterstützung. Ein Teil ist das Mobile Außenteam für Grünraumpflege, das unter anderem für die Brauerei, die Stadtgemeinde und private Auftraggeber arbeitet.

Eine Abteilung widmet sich zum Teil auch kreativen Tätigkeiten, bei denen Klient*innen ihre Talente entfalten können. Eine andere Abteilung, der Soma-Bereich, führt Aufgaben mit direktem Verkaufsbezug aus. Dies ermöglicht praktische Erfahrungen im Handel.

Zwei Abteilungen sind speziell für Klient*innen mit einem erhöhten Unterstützungsbedarf konzipiert. Sie erhalten hier eine intensive und individuelle Begleitung. Die Klient*innen beschäftigen sich auch je nach Fähigkeit mit diversen Auftragsarbeiten, z.B. durch die Firma Eaton.  Durch diese vielfältigen Arbeitsbereiche können Klient*innen ihre Fähigkeiten einbringen, sich weiterentwickeln, sowie aktiv und selbstbestimmt am Arbeits- und Gesellschaftsleben teilhaben.

In der Werkstatt wird auch seit sieben Jahren ein Sozialmarkt geführt. „Zusätzlich betreuen wir einige weitere Verkaufsstellen in Geschäften im Bezirk“, sagt Pavlina Sykora, die seit 18 Jahren als Betreuerin in der Schremser Werkstatt arbeitet und nun seit über einem Jahr die Werkstatt leitet.