Weltweit wachsen Millionen Kinder inmitten von Krieg, Gewalt und Zerstörung auf. Sie verlieren oft ihr Zuhause, geliebte Menschen, ihre Kindheit und damit die Chance auf eine sichere und gute Zukunft. Mit der Osthilfesammlung wollen Caritas und Diözese St. Pölten diesen Kindern eine Zukunftsperspektive ermöglichen. Daher wird die Caritas am 24. Februar auch mit einem Lichtermeer am St. Pöltner Rathausplatz auf die Situation von Kindern in Kriegsgebieten aufmerksam machen.
Ob in der Ukraine, in Nahost, im Sudan oder an vielen anderen Orten – etwa 473 Millionen Kinder leben in oder fliehen vor Kriegen und bewaffneten Konflikten. Armut bedeutet für Kinder leere Teller und kalte Nächte. Es heißt, krank zu sein und keine Medizin zu bekommen. Arm zu sein bedeutet, keine Schule besuchen zu können, weil das Geld fehlt. Es heißt, viel zu früh Verantwortung tragen zu müssen, arbeiten zu müssen, statt zu lernen. Kinder aus armen Familien haben geringere Überlebenschancen und sind häufiger von Ausbeutung und Missbrauch bedroht. Armut in der Kindheit prägt zudem häufig das gesamte Leben: Sie wird von Generation zu Generation weitergegeben und setzt sich so fort, während sich die Welt schon längst dem nächsten Konflikt zugewandt hat.
Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger betont: „Kriege rauben Kindern nicht nur ihre Kindheit, sie entreißen ihnen auch die Chance auf eine sichere Zukunft. Unsere Aufgabe als Caritas ist es, genau dann da zu sein. Denn jedes Kind hat ein Recht auf Hoffnung und Perspektive. Wir sammeln gemeinsam mit der Osthilfe der Diözese St. Pölten Spenden für Projekte, die vor allem Kindern in Osteuropa zugutekommen.“
Aus diesem Anlass wird am Dienstag, dem 24. Februar um 16.30 Uhr im Rahmen einer Caritas füreinand‘-Aktion mit zahlreichen Freiwilligen in Kooperation mit der diözesanen Jugendorganisation „Sankt.“ ein Lichtermeer am St. Pöltner Rathausplatz anlässlich des Jahrestages des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine stattfinden. Mit rund 1.000 Kerzen werden ein Herz und der Schriftzug „Hoffnung“ gebildet. Die Aktion soll ein Zeichen des Friedens sein und auf die Situation von Kindern in Kriegs- und Katastrophengebieten aufmerksam machen und auch die Wichtigkeit des Zugangs zu Bildung betonen.
Hilfe für Kinder in der Ukraine
Seit vier Jahren leben die Menschen in der Ukraine mit der grausamen Realität des Krieges. Besonders die Kinder leiden unter den täglichen Angriffen, der Angst und dem Verlust von Sicherheit. Im Sommer 2024 traf ein russischer Raketenangriff die ukrainische Hauptstadt Kiew. Unter den getroffenen Gebäuden war auch das Kinderkrankenhaus Ohmatdyt, eines der größten und wichtigsten des Landes. Zwei Erwachsene kamen ums Leben, 30 Menschen wurden verletzt – darunter zehn Kinder. Hunderte kleine Patientinnen und Patienten mussten gemeinsam mit fast tausend Mitarbeitenden evakuiert werden. Ein Teil der Kinder fand im Kinderkrankenhaus Nr. 2 Zuflucht, das bereits 2015 als „kinderfreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet wurde. Hier werden jährlich bis zu 18.000 Kinder behandelt – viele von ihnen schwer krank, traumatisiert oder durch den Krieg vertrieben.
Die griechisch-katholische Kirche begleitet diese Kinder und ihre Familien seelsorglich. Priester und Seelsorger besuchen sie an den Krankenbetten, hören zu, trösten und schenken Mut. „Sie helfen beim Lernen, feiern mit den Kindern Gottesdienste und gestalten besondere Momente wie die Nikolaus- und Weihnachtsfeiern, die inmitten des Krieges Licht und Hoffnung bringen. Darüber hinaus unterstützt die Kirche Familien, die sich dringend benötigte Medikamente nicht leisten können“, betont Andreas Steinmetz, Abteilungsleiter für Pfarren & Lebenswelten und Vorsitzender des Osthilfekomitees der Diözese St. Pölten.
„Als Caritas ist unser Ziel klar: Wir wollen allen Kindern eine hoffnungsvolle und gute Zukunft ermöglichen! Denn Kriege rauben Kindern nicht nur ihre Kindheit, sie entreißen ihnen auch die Chance auf eine sichere Zukunft. Die Caritas arbeitet in Kriegs- und Krisengebieten weltweit daran, Kindern ein gutes Aufwachsen und eine chancenreiche Zukunft zu ermöglichen. Weil jedes Kind die Chance auf eine gute Zukunft verdient.“, so Direktor Hannes Ziselsberger.
Gemeinsam mit der Osthilfe der Diözese St. Pölten sammelt die Caritas Spenden für Projekte, die vor allem Kindern in Osteuropa zugutekommen.
Sammelsonntag in den Kirchen ist der 8.Februar 2026.
Unterstützung für Kinder in Krisenregionen
Mit 100 Euro sichern Sie einem Kind ein Monat lang ein warmes Mittagessen und Nachmittagsbetreuung inkl. Lernhilfe mit Pädagog*innen.
Mit 50 Euro pro Monat ermöglichen Sie einem Kind liebevolle Betreuung und Versorgung in einem Kinderzentrum.
Mit 30 Euro pro Monat sichern Sie einem Kind in einem Tageszentrum für ukrainische Geflüchtete 3 Monate lang Lernmaterialien.
Online-Spenden: www.caritas.at/helfen
