Caritas St. Pölten investiert in moderne und praxisnahe Pflegeausbildung

Wie nimmt man Blut ab? Was ist beim Umgang mit Infusionen zu beachten? Und wie können angehende Pflegekräfte solche Tätigkeiten üben, bevor sie Verantwortung für Patient*innen übernehmen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Pflegepädagog*innen der Caritas Bildungszentren St. Pölten und Gaming bei einer zweitägigen Weiterbildung.

Im Mittelpunkt der Schulung am 25. und 26. August stand der sogenannte „dritte Lernort“. Er ergänzt die beiden bekannten Lernorte Schule und Praktikum. Die Auszubildenden können dabei pflegerische Tätigkeiten in einem geschützten Rahmen praktisch trainieren. Fehler dürfen passieren, Abläufe können wiederholt und Erfahrungen gemeinsam besprochen werden – ohne dass Patient*innen davon betroffen sind.

Geübt werden unter anderem Körperpflege, Blutabnahme, die Kontrolle von Blutdruck, Puls und Temperatur sowie der Umgang mit Medikamenten, Infusionen und Sonden. Neben praktischen Fertigkeiten lernen die Auszubildenden auch, unterschiedliche Situationen einzuschätzen, Entscheidungen zu begründen und sich gegenseitig Rückmeldung zu geben.

„Unsere Auszubildenden sollen gut vorbereitet und mit einem sicheren Gefühl in die Praxis gehen. Wenn theoretisches Wissen unter realistischen Bedingungen geübt werden kann, stärkt das ihre fachliche Kompetenz und ihr Selbstvertrauen. Gleichzeitig leisten wir damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Qualität in der Pflege“, betont Bettina Hanke, Leiterin der Personal- und Organisationsentwicklung sowie der Schulen der Caritas St. Pölten.

Geleitet wurde die Weiterbildung von Doris Schlömmer und Christine Tritthart. Die beiden erfahrenen Pflegepädagoginnen waren maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung dieses Ausbildungskonzepts in Österreich beteiligt. Sie vermittelten den Lehrenden konkrete Methoden und zeigten anhand zahlreicher Praxisbeispiele, wie Lernende gezielt begleitet werden können. Die Lehrenden übernehmen dabei verstärkt die Rolle von Coaches: Sie unterstützen beim Üben, fördern selbstständiges Lernen und helfen, Erfahrungen zu reflektieren.

An der Weiterbildung nahmen die pflegepädagogischen Fachkräfte beider Caritas Bildungszentren teil. Die gemeinsame Schulung stärkte daher auch den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Standorten St. Pölten und Gaming.

Mit der Weiterbildung entwickelt die Caritas St. Pölten ihre Pflegeausbildung weiter und reagiert auf die steigenden Anforderungen im Pflegebereich und in der Sozialbetreuung. Das Ziel ist eine Ausbildung, die fundiertes Wissen eng mit praktischer Erfahrung verbindet und künftige Sozialbetreuer*innen und Pflegekräfte bestmöglich auf ihren Beruf vorbereitet.

Mehr Informationen zu den Schulen unter www.caritas-bigs.at