Ernährungssicherung durch verbesserte Landwirtschaft

In der Diözese Tambacounda im Osten des Landes werden in 21 Dörfern 950 Familien bei der Verbesserung  ihrer Landwirtschaft unterstützt. Dabei stehen die Resilienz der Bevölkerung sowie Einkommen schaffende Initiativen im Mittelpunkt. Bei den Maßnahmen geht es insbesondere um die Förderung ökologischer, auf den Klimawandel angepasster Anbaumethoden ohne Belastung für die Umwelt.
 
Für den Getreideanbau erhalten die Familien im ersten Projektjahr Saatgut zum Anbau der am häufigsten verwendeten Getreidesorten (Hirse, Mais, Sorghum, andere lokale Getreide). Später wird der Zugang zu Saatgut durch die Organisation von Saatgutmärkten gesichert, wobei die Qualität des Saatgutes kontrolliert wird.

Für die verbesserte Speicherung von Getreide werden 12 Getreidebanken aus festem Material gebaut. Durch den Anbau von Obst und Gemüse in 17 Gärten soll die Ernährung der Familien verbessert werden. Für die Erleichterung der Hausarbeit erhalten die 6 besten Frauengruppen eine Getreidemühle.

Durch die Einführung lokaler Tier-Rassen wird die Produktivität bei Kleintierzucht (Hühner, Ziegen) erhöht. Diese kommt vor allem Frauen zugute. Eine Pilotfarm gibt Gelegenheit zu Schulungen in der Bio-Landwirtschaft, zur Herstellung von Saatgut, zur Zucht von Rasse-Tieren (für die Weitergabe in den Dörfern) und zu Erfahrungsaustausch.

Die natürlichen Ressourcen in der Region werden durch Aufforstung sowie durch den Schutz und die Förderung der biologischen Vielfalt bewahrt bez. wiederhergestellt. Darüber hinaus erhalten die Bauern und Bäuerinnen Schulungen und begleitende Beratung während der gesamten Projektlaufzeit. Sensibilisierung über gute landwirtschaftliche Praktiken und über die Anpassung an den Klimawandel ergänzen die Maßnahmen. Durch den Verkauf landwirtschaftlicher Produkte und/oder Kleintiere wird das Einkommen der Familien ergänzt.

Die Ernährung von mehr als 2.300 mangelernährten Kleinkindern sowie schwangeren und stillenden Frauen wird durch die Verteilung von angereichertem Mehl verbessert. Damit ihr Zustand erhalten bleibt, werden die Kleinkinder regelmäßig untersucht. Die Mütter nehmen an Schulungen über Ernährungsrehabilitation in Lerngruppen teil, wo es auch um die Herstellung reichhaltiger Nahrung von lokalen Rohstoffen geht.