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Einrichtungen der Caritas St. Pölten als Vorbild für Albanien

03.12.15 / 11:06

Voneinander lernen und sich über die Arbeit austauschen – das war Ziel des Besuchs einer albanischen Delegation auf ihrer dreitägigen Österreichreise rund um den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember.

Die hochrangigen VertreterInnen aus Ministerien, wie Vizeministerin Bardhylka Kospiri, lokalen Institutionen, Behindertenverbänden und Caritas Albanien machten bei Ihrem Besuch unter anderem Halt in der Caritas Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Furth bei Krems sowie in der Recyclinganlage in Pöchlarn.

Dort traf man sich auch mit Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz, Jan Philipp Cernelic, Leiter der Behindertenhilfe des Landes NÖ und Caritas Direktor Friedrich Schuhböck zum gemeinsamen Gespräch und Erfahrungsaustausch.

„In Albanien sind wir gerade dabei rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Daher ist es für uns wichtig erfolgreiche Modelle anderer Länder kennenzulernen und sie in unsere Arbeit einfließen zu lassen“, so Kospiri. Von den besuchten Caritas Einrichtungen zeigte sie sich tief beeindruckt „Es ist toll welch vielfältigen Möglichkeiten es hier für Menschen mit Behinderung gibt“.

Angebote der Caritas St. Pölten

In der Caritas der Diözese St. Pölten arbeiten 821 Menschen mit Behinderungen in den 16 Werkstätten, 3 Recyclingbetreiben und 2 Caritaslagern (carla). In den Wohnhäusern und Wohngemeinschaften für Menschen mit Beeinträchtigung leben insgesamt 423 Menschen.

Schwierige Situation in Albanien

Die Caritas St. Pölten ist schon viele Jahre mit der Caritas Albanien partnerschaftlich verbunden. In dem von Armut, Arbeitslosigkeit und schlechter Infrastruktur gekennzeichneten Albanien gibt es kaum staatliche Einrichtungen für Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung.

Offiziell geht man davon aus, dass rund 75.000 Menschen im Land eine Behinderung haben, wobei Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren in dieser Zahl nicht erfasst sind. Rund 80 Prozent der betroffenen Jugendlichen haben nie eine Schule besucht. Seit Juli 2008 fördert die Caritas der Diözese St. Pölten, für die Albanien eines der Schwerpunktländer der Auslandshilfe ist, dort Menschen mit Behinderung u. a. durch die Errichtung von Tageszentren und mobile Betreuung .

Being active – without Barriers

Caritas Albanien setzt mit Unterstützung der Caritas St. Pölten und der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit das Projekt „Being active – without Barriers“ um. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Anwendung von Behindertenrechten im Sinne der UN Konvention für Menschen mit Behinderung umzusetzen.

Vizeministerin Bardhylka Kospiri (vorne) zeigte sich beeindruckt von den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Im Bild mit Caritas Albanien Direktor Albert Nikolla, Friedrich Schuhböck, Direktor der Caritas St.Pölten und Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz.

Die Delegation zu Besuch in der Caritas Werkstatt Furth.