Diplom-SozialbetreuerIn für Familienarbeit

Arbeitsbereich des Diplom-Sozialbetreuers für Familienarbeit gehört die Mitwirkung bei Aufgaben, die im Privatbereich von Familien oder familienähnlichen Gemeinschaften mit dem Ziel ausgeübt werden, den gewohnten Lebensrhythmus bei der Bewältigung schwieriger Lebenssituationen aufrecht zu erhalten. Das Betätigungsfeld ist sehr differenziert und umfangreich und bedarf daher einer umfassenden professionellen Ausbildung. Der Tätigkeitsbereich umfasst die klassische Familienhilfe mit den Aufgabenbereichen Wahrnehmung der aktuellen Familiensituation, gesunde Ernährung für die ganze Familie, Haushaltsökonomie, Einkaufsplanung und Durchführung des Einkaufs, Freizeitbeschäftigung und kreativitätsfördernde Angebote für Kinder und Jugendliche, Unterstützung bei Hausaufgaben, Unfallverhütung und Hygiene im Alltag, der Umgang mit finanziellen Mitteln und Ressourcen sowie die Hilfe und Unterstützung bei Behördenwegen.

Neben der klassischen Familienhilfe gibt es die Familienhilfe plus eines Bereiches, der sehr sensibel ist, da es sich hier um Problemfamilien mit hohem Unterstützungsbedarf handelt. Der Tätigkeitsbereich beinhaltet neben den Aufgaben der klassischen Familienhilfe Kompetenzen im Bereich der psychosozialen Beratung und Begleitung. Die Arbeit ist anleitend, Hilfe zur Selbsthilfe und systemverändernd. Tätigkeiten in diesem Bereich erfordern hohe psychische und physische Belastbarkeit und Stabilität.

Voraussetzung für Diplom Altenarbeit und Behindertenarbeit ist ein positiver Fachabschluss im jeweiligen Ausbildungsschwerpunkt!

6 Semester = 4 Semester Fachausbildung + 2 Semester Diplomausbildung

SOB Schule für Sozialbetreuungsberufe
Seegasse
1090 Wien
Tagesform

Schule für Sozialbetreuungsberufe
Parkpromenade 103100 St. Pölten,
Tagesform/Berufstätigenform

SOB Schule für Sozialbetreuungsberufe
Schifersederweg
4040 Linz
Tagesform

FamilienhelferIn

Der Aufgabenbereich der FamilienhelferInnen umfasst vor allem die Betreuung und Pflege von Kindern und die hauswirtschaftliche  Unterstützung der Familie in einer besonders herausfordernden Lebensphase.

Ziel dieses Berufes ist es, die betreute Familie zu stabilisieren, um ein vorwiegend selbstständiges und selbst bestimmtes Leben in gewohnter Umgebung zu ermöglichen.  Der Beruf wird direkt im Haushalt der Familie ausgeübt.

FamilienhelferInnen  unterstützen die Familie in verschiedensten familiären Krisensituationen.

Die Aufgaben der HelferIn ergeben sich aus der individuellen Familiensituation sie sind eine Kombination aus pflegerischen, pädagogischen und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Sie werden zu Betreuungsbeginn zwischen der Familie und der Caritas vereinbart.

Mindestalter 17 Jahre, Freude an hauswirtschaftlichen Arbeiten und an der Betreuung von Menschen. Der ständige Wechsel der Einsatzorte erfordert Kontaktfreude, Flexibilität und Einfühlungsvermögen.

Als Ausbildungen in diesem Bereich kommen primär verschiedene Fachschulen in Betracht. Neben sozialen Fachschulen ist hier auch auf mehrere landwirtschaftliche Fachschulen zu verweisen.



Tagesmutter/Tagesvater

Tagesmütter oder Tagesväter betreuen bei sich zu Hause tagsüber ihnen anvertraute Kinder. Damit sie auf die Bedürfnisse der Kinder individuell eingehen können, bleibt die Gruppengröße relativ klein. Die Betreuung beinhaltet die altersspezifische Förderung der Kinder, die sie mit den Eltern abstimmen. Sie stellen Spielmaterial zur Verfügung, malen, zeichnen und musizieren mit den Kindern, gehen mit ihnen einkaufen, kochen und essen gemeinsam mit ihnen und planen Spiel- und Bewegungsangebote im Freien.

 

Meist ist eine gewisse Zeit nötig, bis sich sowohl das Kind als auch die Tageseltern aneinander und auch ihre eigenen Kinder an die betreuten Kinder gewöhnt haben.

Die Grundausbildung umfasst sowohl einen theoretischen, als auch praktischen Teil.
Theoretischer Teil: 14 Seminartage an Freitagen oder Samstagen im Laufe eines halben Jahres. Inhalte sind grundlegendes pädagogisches Wissen und  tagesmütterspezifische Module.
Praktischer Teil: Praktikum bei einer Tagesmutter, Supervision und Reflexion in Form einer kurzen schriftlichen Hausarbeit.

Termine und Info finden Sie unter:
www.tagesmutterausbildung.at

PsychologIn

PsychologInnen sind mit der wissenschaftlichen Untersuchung von psychischen Strukturen und Prozessen und der Erforschung des menschlichen Verhaltens sowie mit der praktischen Anwendung der dabei gewonnenen Erkenntnisse befasst. Abhängig von ihrem jeweiligen theoretischen Zugang orientieren sich PsychologInnen eher an einem naturwissenschaftlichen oder sozialwissenschaftlichen Menschenbild. Diese unterschiedlichen Sichtweisen spiegeln sich auch in der Wahl der jeweiligen Methoden wider (z.B. Einzelgespräche, Gruppengespräche, Testverfahren).

Viele PsychologInnen spezialisieren sich bereits während ihrer Ausbildung oder später durch Fort- und Weiterbildung auf bestimmte psychologische Anwendungsbereiche wie z. B. Klinische Psychologie, Kinder- Jugend- und Familienpsychologie, Psychotherapie, Verkehrspsychologie, Schulpsychologie, Wirtschafts-, und Organisationspsychologie, Sozialpsychologie oder Umweltpsychologie.

Uni: Psychologie

Privatuni: Psychologie, Psychotherapiewissenschaft

Weiters: Lehramtsstudium Psychologie und Philosophie

Diplomierte/er SozialarbeiterIn

SozialarbeiterInnen unterstützen und beraten einzelne Personen, Familien, Gruppen oder Gemeinwesen bei der Bewältigung von sozialen Problemen, Konflikten und schwierigen Lebenssituationen (Krisensituationen). Davon abgesehen können sie am Aufbau sozialer Strukturen beteiligt sein und an sozialpolitischen Projekten mitwirken.

Sie arbeiten v.a. in Einrichtungen des öffentlichen und privaten Sozialdienstes. Abhängig vom Aufgabengebiet der sie beschäftigenden Institution nehmen SozialarbeiterInnen sehr unterschiedliche Aufgaben wahr, die von der Beratung spezieller Bevölkerungsgruppen (alte Menschen, Behinderte, MigrantInnen, straffällige Personen etc.) über Stadt- und Regionalentwicklung bis zur Leitung von Jugendtreffs und sozialpolitischer Projektarbeit reichen. Konkret können sie u.a. Personen bei Erziehungsschwierigkeiten, Partnerschafts- und Familienproblemen sowie zu Fragen und Problemen im Familien- und Arbeitsleben beraten, über soziale Hilfsdienste und finanzielle Ansprüche informieren oder beim Auffinden einer Unterbringung für Personen mit Betreuungsbedarf helfen.

Im Behindertenbereich tätige SozialarbeiterInnen betreuen behinderte Menschen in Werkstätten und Wohnheimen oder besuchen diese zu Hause und informieren über Förderungsmöglichkeiten und Hilfsdienste (z.B. behindertengerechte Ausgestaltung der Wohnung, Fahrtendienste).

Vor einer Tätigkeit als Sozialarbeiter steht eine umfassende Ausbildung: Interessenten müssen ein entsprechendes Studium absolvieren. In der Regel wird dieses von Fachhochschulen angeboten.

„Soziale Arbeit“ ist ein komplett eigenständiges Studium, an dessen Ende meist der Bachelor Abschluss steht. Insbesondere in Stellenausschreibungen ist häufig vom Beruf des Diplom Sozialarbeiters zu lesen. Dieser Umstand ergibt sich aus der Umstrukturierung der Studiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses. Während Studienanfängern heute nur noch der Zugang zu einem Bachelor Studium möglich ist, gibt es viele ausgebildete Sozialarbeiter, die ihr Studium noch als Diplom Sozialarbeiter oder Diplom Sozialpädagoge abgeschlossen haben.

SozialpädagogIn

SozialpädagogInnen (frühere Bezeichnung: ErzieherInnen) betreuen Jugendliche oder Kinder in Internaten, Lehrlings- und Schülerheimen, Tagesheimen und Pensionaten. Sie betreuen die Kinder, unterstützen die Kinder selbständig zu handeln, versuchen Probleme mit ihnen aufzuarbeiten und helfen bei Hausaufgaben oder Schulproblemen. Sie suchen den Kontakt mit den Eltern und informieren diese über die Entwicklung des Kindes.

Arbeitsfelder von SozialpädagogInnen sind vor allem folgende Bereiche:

Sozialpädagogische Arbeit im Hort (Nachmittagsbetreuung): Arbeit mit Kindern, die nach der Schule am Nachmittag betreut werden sollen. Zu den Aufgaben gehören Lernbetreuung, Freizeitgestaltung, Unterstützung bei der Entwicklung der Persönlichkeit sowie die Elternarbeit.

Sozialpädagogische Arbeit im Jugendwohlfahrtsbereich: Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die auf Grund familiärer Schwierigkeiten eine Zeitlang einer Fremdunterbringung bedürfen (z.B. Wohngemeinschaft). Zu den Aufgaben in diesem Tätigkeitsfeld gehören Kontakt mit Familie, Schule/Lehrstelle, Behörden, Gestalten des Lebensalltags, Krisenarbeit, Beratung, Konfliktlösung und Persönlichkeitserziehung.

Sozialpädagogische Arbeit in der Begleitung von Menschen mit Behinderungen: Arbeit mit Menschen, die auf Grund körperlicher und/oder geistiger Besonderheiten eine spezielle Betreuung benötigen. Aufgaben sind das Training von Alltagsroutine und lebenspraktischem Tun, Pflegetätigkeiten, Unterstützung bei der Entwicklung individueller Förderprozesse und Integrationsarbeit.

Freie Jugendarbeit: Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Jugendzentren oder anderen außerschulischen Einrichtungen von Vereinen und privaten Trägern, Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie z.B. im Gesundheitsbereich (Rehabilitation), bei Arbeitslosigkeit u.a.m

Ausbildungsmöglichkeiten für Berufe in der Kindergarten- und Sozialpädagogik bieten die Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik und Sozialpädagogik sowie entsprechende Kollegs (auch für Berufstätige).

PflichtschulpädagogInnen werden durch Studien an den Pädagogischen Hochschulen ausgebildet.

Die Pädagogischen Hochschulen sowie Schulungsträger wie z.B. Donau-Universität Krems, BFI, NÖ-Landesakademie und IFF bieten Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Kursen, Lehrgängen und Universitätslehrgängen.