Dipl. Allgemeine Gesundheits- und KrankenpflegerInnen

Der Beruf "DiplomierteR Gesundheits- und KrankenpflegerIn" ist vielfältig und umfasst die individuelle Betreuung, Beratung, Begleitung und Pflege von gesunden, kranken und behinderten Menschen. Für das Wohl der Kranken und Hilfsbedürftigen ist eine enge Zusammenarbeit mit Betroffenen, deren Angehörigen und anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen wichtig.

Die Arbeiten am Krankenbett sind stets den Bedürfnissen des Patienten und dessen Zustand anzupassen, zur Schaffung einer Atmosphäre, in welcher sich der Patient körperlich und seelisch möglichst wohl fühlen kann.

Die Ausübung des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege umfasst

  • Erhebung des Pflegebedürfnisses, Pflege-planung und Evaluation der Pflege
  • Beurteilung des Pflegebedarfs (u.a Pflegegeldeinstufung ab Stufe 4),
  • Organisation, Durchführung und Bewertung aller pflegerischen Maßnahmen, einschließlich der Pflegedokumentation,
  • Anordnung von Pflegeinterventionen,
  • Anleitung und Überwachung von anderen Pflege- und Betreuungsberufen sowie
  • Anleitung und Einschulung von betreuten Personen und deren Angehörigen
  • Mitarbeit in der Qualitätssicherung

Die dreijährige Ausbildung zur/zum DGKP erfolgt an Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege oder an Fachhochschulen in Form von Fachhochschul-Bachelor-Studiengängen. Sie endet mit einem Diplom bzw. mit dem akademischen Grad des Bachelor of Science in Health Studies

Fachsozialbetreuerin Altenarbeit FSB (AA)

Fach-Sozialbetreuer/innen sind ausgebildete Fachkräfte für die Mitgestaltung der Lebenswelt von Menschen, die aufgrund von Alter, Behinderung oder einer anderen schwierigen Lebenslage in ihrer Lebensgestaltung benachteiligt sind. Sie verfügen über umfängliches Wissen um die vielfältigen Aspekte eines Lebens mit Benachteiligung und können eine breite Palette an Möglichkeiten der Begleitung, Unterstützung und Hilfe realisieren, und zwar in allen Fragen der Daseinsgestaltung, von Alltagsbewältigung bis hin zu Sinnfindung.

Das Besondere dieses Berufes besteht nicht in hoher Spezialisierung auf eng umrissene Felder oder in Konzentration auf Pflege, sondern in der Bündelung all jener Kompetenzen, die für eine umfassende, lebensweltorientierte Begleitung in den unmittelbaren Lebensbereichen der betreffenden Menschen erforderlich sind.

Fach-Sozialbetreuer/innen arbeiten mit allen Bezugspersonen der unterstützungsbedürftigen Menschen und mit allen betreuenden Stellen zusammen, besonders aber – je nach Bedarf – mit Expert/inn/en aus den Bereichen Therapie, Medizin, Recht, Gesundheits- und Krankenpflege usw. 


Der Aufgabenbereich der Fach-SozialbetreuerInnen mit dem Schwerpunkt Altenarbeit gliedert sich in einen eigenverantwortlichen Bereich und einen Bereich, der die Tätigkeit der PflegehelferInnen umfasst. Der eigenverantwortliche Bereich besteht in einer möglichst umfassenden Begleitung, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen, einzeln oder in Gruppen, abgestimmt auf ihren Bedarf, gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnisse, und umfasst insbesondere folgende Arbeitsbereiche:

  • Präventive, unterstützende, aktivierende, reaktivierende, beratende, organisatorische und administrative Maßnahmen zur täglichen Lebensbewältigung;
  • Eingehen auf körperliche, seelische, soziale und geistige Bedürfnisse und Ressourcen;
  • Hilfe zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten für ein möglichst selbstständiges und eigenverantwortliches Leben im Alter;
  • Individuelle Begleitung bei der Sinnfindung und Neuorientierung in der Lebensphase Alter;
  • Unterstützung bei der psychosozialen Bewältigung von Krisensituationen;
  • Entlastung, Begleitung und Anleitung der Angehörigen und LaienhelferInnen;
  • Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen.

Als Ausbildungsmöglichkeiten für Berufe in diesem Bereich kommen primär verschiedene Fachschulen in Betracht. Neben Fachschulen, die sich ausschließlich dem Sozial- und Pflegebereich widmen, ist hier auch auf mehrere landwirtschaftliche Fachschulen zu verweisen, die Ausbildungsinhalte im Bereich Soziales, Pflege und Betreuung bieten.

Neben den Fachschulen bieten die Akademien für Sozialarbeit die zweite wichtige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit in diesem Bereich. Darüber hinaus gibt es ein Spektrum an Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten: so gibt es Ausbildungen in Bereichen wie Therapie, Sozial- und Rechtskunde (für Beratungstätigkeiten), vor allem aber für leitende Funktionen im Sozialwesen. Personen mit mehrjähriger Berufserfahrung können auch an Ausbildungsgängen für Lehrberufe in diesem Bereich teilnehmen.


Berufsgruppe: Sozialberufe, Pflegeberufe und HelferInnen-Berufe

 

Ausbildung Caritas:

SOB Schule für Sozialbetreuungsberufe
Seegasse
1090 Wien
Tagesform

SOB Schule für Sozialbetreuungsberufe
Grazerstraße 52
Wiener Neustadt
Tagesform

SOB Schule für Sozialbetreuungsberufe
Parkpromenade 10
St. Pölten
Berufsform und Tagesform

SOB Schule für Sozialbetreuungsberufe
Schifersederweg
4040 Linz
Tages und Berufsform

HeimhelferIn

Der/die Heimhelfer/in unterstützt betreuungsbedürftige Menschen, das sind Personen aller Altersstufen, die durch Alter, gesundheitliche Beeinträchtigung oder schwierige soziale Umstände nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, bei der Haushaltsführung und den Aktivitäten des täglichen Lebens im Sinne der Unterstützung von Eigenaktivitäten und der Hilfe zur Selbsthilfe. Dies sind insbesondere Personen, die aber dennoch in ihrer Wohnung bzw. betreuten Wohneinheit oder Wohngemeinschaft bleiben möchten. Als wichtiges Bindeglied zwischen dem Klienten/der Klientin, dessen/deren sozialem Umfeld und allen anderen Bezugspersonen arbeitet der Heimhelfer/die Heimhelferin im Team mit der Hauskrankenpflege und den Angehörigen der Mobilen Betreuungsdienste.

Im Rahmen der Betreuungsplanung führt der/die Heimhelfer/in Aufgaben im hauswirtschaftlichen Bereich eigenverantwortlich auf Anordnung von Klienten/innen und Angehörigen der Sozial- und Gesundheitsberufe, die Tätigkeiten der Basisversorgung ausschließlich unter Anleitung und Aufsicht von Angehörigen der Gesundheitsberufe durch. Der Beruf der Heimhelfer/innen darf ausschließlich im Rahmen eines interdisziplinären Teams ausgeübt werden, deren Rechtsträger der Verantwortung des Berufes entsprechende Qualitätssicherungsmaßnahmen vorzunehmen hat.

Eine freiberufliche Ausübung der Heimhilfe ist nicht vorgesehen.

Mindestalter für die Tätigkeit als Heimhelfer/in: 18 Jahre

Aufgaben:

  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten (insbesondere für Sauberkeit und Ordnung in der unmittelbaren Umgebung des Klienten/der Klientin sorgen)
  • Unterstützung bei Besorgungen außerhalb des Wohnbereiches (Einkauf, Post, Behörden, Apotheke, u.a.)
  • Unterstützung bei der Zubereitung und Einnahme von Mahlzeiten
  • Einfache Aktivierung (z.B. Aufforderung zur Beschäftigung)
  • Förderung von Kontakten im sozialen Umfeld
  • Hygienische Maßnahmen (z.B. Wäschegebarung)
  • Beobachtung des Allgemeinzustandes und rechtzeitiges Herbeiholen von Unterstützung durch andere Berufsgruppen
  • Unterstützung von Pflegepersonen
  • Dokumentation
  • Unterstützung bei der Basisversorgung einschließlich der Unterstützung bei der Einnahme und Anwendung von Arzneimitteln

Die Ausbildung zur HeimhelferIn ist gesetzlich geregelt und erfolgt in Lehrgängen für Heimhilfe, die z.B. ISL Akademie, BFI, WIFI, viele private Betreuungsorganisationen und auch einige Gesundheits- und Krankenpflegeschulen anbieten. Zusätzlich beinhaltet der Abschluss einiger Fachschulen ebenfalls die Ausbildung zu HeimhelferInnen.

Aufnahmevoraussetzung ist die Vollendung des 18.Lebensjahres, eine gesundheitliche Eignung, körperliche und psychische Belastbarkeit, positiver Abschluss der 9. Schulstufe, mitunter Führerschein der Klasse B; Aufnahmegespräch.

Die Ausbildung umfasst 200 Unterrichtseinheiten Theorie und 200 Unterrichtseinheiten Praxis.

PflegeassistentInnen

Die/der PflegeassistenIn arbeitet in einem interdisziplinären Team. Sie/er ist aufgrund ihrer/seiner Ausbildung in der Lage, das erworbene Wissen entsprechend in die Praxis umzusetzen, sodass dem Kunden eine ganzheitliche Betreuung mit maßgeblichen Aspekten der Erhaltung bzw .Verbesserung seiner Selbstständigkeit und somit der Lebensqualität zukommt.
Die Durchführung von pflegerischen Maßnahmen unter Anleitung der DGKP laut Pflegeplan, deren Arbeit sie/er auf effiziente Weise unterstützt und ergänzt.
Sie/er ist zu Eintragungen in die Pflegedokumentation der Caritas verpflichtet.
Sie/er arbeitet nach den Grundsätzen der Berufsethik (Diskretion, Verschwiegenheit, etc. ).
Sie/er ist verpflichtet, Veränderungen des Gesundheitszustandes eines Kunden an die pflegeverantwortliche DGKP weiterzuleiten.
Sie/er arbeitet bei therapeutischen / diagnostischen Maßnahmen lt. GuKG §§ 84, 15 nach schriftlicher Einzelanordnung des Arztes oder Subdelegation durch DGKP mit.

Aufgaben:

•    Der Tätigkeitsbereich der Pflegeassistent umfasst nach § 84. GuGK: „Pflegehilfe“ die Durchführung von pflegerischen Maßnahmen gemäß Abs. 2 und 3 und die Mitarbeit bei therapeutischen Verrichtungen gemäß Abs. 4 einschließlich der sozialen Betreuung der Patienten oder Klienten und der Durchführung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten.
•    Die Durchführung von pflegerischen Maßnahmen darf nur nach Anordnung und unter Aufsicht von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege erfolgen. Im extramuralen Bereich haben Anordnungen schriftlich zu erfolgen.
•    Die Durchführung von pflegerischen Maßnahmen umfasst insbesondere:
- Durchführung von Grundtechniken der Pflege,
- Durchführung von Grundtechniken der Mobilisation,
- Körperpflege und Ernährung,
- Krankenbeobachtung,
- prophylaktische Pflegemaßnahmen
- Dokumentation der durchgeführten Pflegemaßnahmen
- Pflege, Reinigung und Desinfektion von Behelfen.

•    Im Rahmen der Mitarbeit bei therapeutischen Verrichtungen dürfen im Einzelfall nach schriftlicher ärztlicher Anordnung und unter Aufsicht von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege oder von Ärzten folgende Tätigkeiten durchgeführt werden:
- Verabreichung von Arzneimitteln
-  Anlegen von Bandagen und Verbänden
- Verabreichung von subcutanen Insulininjektionen und subcutanen Injektionen von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln einschließlich der Blutentnahme aus der Kapillare zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels mittels Teststreifens
- Durchführung von Sondenernährung bei liegenden Magensonden
- Maßnahmen der Krankenbeobachtung aus medizinischer Indikation, wie Messen von Blutdruck, Puls, Temperatur, Gewicht und Ausscheidungen sowie Beobachtung der Bewusstseinslage und der Atmung
- einfache Wärme- und Lichtanwendungen.

Die Ausbildung ist staatlich geregelt und erfolgt in Pflegehilfe-Lehrgängen, die an oder in Verbindung mit Krankenanstalten eingerichtet sind. Weiters ist die Ausbildung in der Pflegeassistenz auch in Verbindung mit anderen Ausbildungen möglich, z.B. im Zuge einer Ausbildung für Sozialbetreuungsberufe in den Bereichen "Altenarbeit", "Behindertenarbeit" und "Familienarbeit".

Aufnahmevoraussetzungen sind: Mindestalter von 17 Jahren, körperliche und geistige Eignung (ärztliches Gesundheitszeugnis), Vertrauenswürdigkeit (Strafregisterbescheinigung), erfolgreiche Absolvierung der allgemeinen Schulpflicht. Die Auswahl der BewerberInnen erfolgt nach den Erfordernissen der Pflegeassistenz, dabei werden insbesondere die Schulbildung, die Schulzeugnisse, die Ergebnisse des Aufnahmegesprächs oder Aufnahmetests, der Lebenslauf und der Gesamteindruck zur Entscheidung herangezogen.

Dauer: je 800 Stunden theoretischer und praktischer Teil, Abschluss: kommissionelle Prüfung, staatlich anerkanntes Zeugnis, Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung PflegeassistentIn

PhysiotherapeutIn

Physiotherapeutinnen/Physiotherapeuten sind spezialisiert auf Bewegungsentwicklung und -kontrolle und haben das Fachwissen zur Erhaltung, Förderung, Wiederherstellung und Verbesserung von Bewegungsfunktionen. Sie sind in den unterschiedlichsten medizinischen Fachgebieten tätig und arbeiten mit Patientinnen/Patienten aller Altersgruppen, die an Funktionsstörungen, Einschränkungen bzw. Schmerzen am Bewegungsapparat leiden. Ziel einer physiotherapeutischen Therapie ist die weitgehende Wiederherstellung bzw. Erhaltung der Bewegungsfunktionen und Selbstständigkeit sowie Schmerzreduktion bei der Patientin/dem Patienten.
Neben Therapie und Rehabilitation zählen auch Gesundheitsförderung und Prävention zu den Tätigkeitsbereichen der Physiotherapie.

Physiotherapeutinnen/Physiotherapeuten führen die Therapie von der physiotherapeutischen Befunderhebung über die Festlegung von Therapiezielen und -planung bis zur Umsetzung der einzelnen Maßnahmen durch. Im Krankheitsfall bedarf es einer ärztlichen Verordnung der Therapie.

In Österreich dauert die Ausbildung drei Jahre und schließt mit einem Diplom ab. Die Ausbildung wird entweder an den Akademien für den Physiotherapeutischen Dienst, oder an einer Fachhochschule (Bachelor-Studium) absolviert.
Ein Reifeprüfungszeugnis (ggf. Äquivalent wie Studienberechtigung für Medizin) ist Voraussetzung für die Zulassung zur Ausbildung. An den Akademien für den Physiotherapeutischen Dienst sind zudem Inhaber eines Krankenpflegediploms oder eines Diploms für medizinisch-technische Fachkräfte zur Ausbildung zugelassen. Die Ausbildungsinhalte sind in im MTD-Gesetz (BGBl. I Nr. 70/2005) festgehalten.