Dipl. Allgemeine Gesundheits- und Krankenschwester/-pfleger

Der Beruf "DiplomierteR Gesundheits- und Krankenpfleger/ schwester" ist vielfältig und umfasst die individuelle Betreuung, Beratung, Begleitung und Pflege von gesunden, kranken und behinderten Menschen. Für das Wohl der Kranken und Hilfsbedürftigen ist eine enge Zusammenarbeit mit Betroffenen, deren Angehörigen und anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen wichtig.

Die Arbeiten am Krankenbett sind stets den Bedürfnissen des Patienten und dessen Zustand anzupassen, zur Schaffung einer Atmosphäre, in welcher sich der Patient körperlich und seelisch möglichst wohl fühlen kann.

Die Ausübung des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege umfasst

  • Erhebung des Pflegebedürfnisses, Pflege-planung und Evaluation der Pflege
  • Beurteilung des Pflegebedarfs (u.a Pflegegeldeinstufung ab Stufe 4),
  • Organisation, Durchführung und Bewertung aller pflegerischen Maßnahmen, einschließlich der Pflegedokumentation,
  • Anordnung von Pflegeinterventionen,
  • Anleitung und Überwachung von anderen Pflege- und Betreuungsberufen sowie
  • Anleitung und Einschulung von betreuten Personen und deren Angehörigen
  • Mitarbeit in der Qualitätssicherung

Die dreijährige Ausbildung zur DGKS/zum DGKP erfolgt an Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege oder an Fachhochschulen in Form von Fachhochschul-Bachelor-Studiengängen. Sie endet mit einem Diplom bzw. mit dem akademischen Grad des Bachelor of Science in Health Studies

Diplomierte/er psychiatrische/er Gesundheits- und Krankenpfleger/-schwester

Das Aufgabengebiet der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenschwester/des psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflegers umfasst in erster Linie die Pflege und Betreuung von Menschen mit psychischen Störungen und neurologischen Erkrankungen, mit Abhängigkeitserkrankungen sowie mit Intelligenzminderung aller Alters- und Entwicklungsstufen. Darüber hinaus pflegen und betreuen sie diese Personen auch bei Behinderungen und/oder körperlichen Erkrankungen sowie in der Sterbephase. Sie sind in allen Bereichen des Gesundheitswesens tätig, wie z.B. in der Pflege, Diagnose, Therapie und Rehabilitation sowie in der Gesundheitsförderung und Prävention.

Die pflegerischen Aufgaben in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege sind vielfältig und umfassen unter anderem:

  • Erhebung des Pflegebedürfnisses,
  • Beurteilung des Pflegebedarfs (u.a. Pflegegeldeinstufung ab Stufe 4),
  • Pflegeplanung,
  • Organisation, Durchführung und Bewertung aller pflegerischen Maßnahmen, einschließlich der Pflegedokumentation,
  • Anordnung von Pflegeinterventionen,
  • Beschäftigung mit Menschen mit psychischen Störungen und neurologischen Erkrankungen,
  • Gesprächsführung mit Menschen mit psychischen Störungen und neurologischen Erkrankungen sowie mit deren Angehörigen,
  • psychosoziale Betreuung,
  • psychiatrische und neurologische Rehabilitation und Nachbetreuung,
  • Übergangspflege,
  • Anleitung und Überwachung von anderen Pflege- und Betreuungsberufen
  • Anleitung und Einschulung von betreuten Personen und deren Angehörigen.

Die dreijährige Ausbildung zur diplomierten psychiatrischen Gesundheits- und Krankenschwester/zum diplomierten psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpfleger erfolgt an Schulen für psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege und wird mit einem Diplom abgeschlossen.

Bereits fertig ausgebildete allgemeine Gesundheits- und Krankenschwestern bzw. -pfleger können eine einjährige Sonderausbildung in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege absolvieren.

FachsozialbetreuerIn Behindertenbegleitung

Fach-SozialbetreuerInnen mit dem Ausbildungsschwerpunkt "Behindertenbegleitung" (FSB-BB) arbeiten mit pädagogischer Schwerpunktsetzung in unterschiedlichsten Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe in den Bereichen Wohnen (Wohnheime, Wohngruppen, Wohngemeinschaften, teilbetreutes Wohnen,...), Arbeit und Beschäftigung (Tagesheime, Werkstätten, Erlebnisgruppen, Arbeitsassistenz), Freizeit und Bildung, Erziehung und Förderung sowie bei ambulanter Diensten. FSB-BB sind in den zentralen Lebensfeldern von Menschen mit unterschiedlichen Formen der Beeinträchtigung tätig. Die Aufgaben reichen von Maßnahmen der Anleitung, Anregung, Beratung, Assistenz und Förderung bis zur Unterstützung bei der Basisversorgung.

 

 

Die 4 - 8semestrige Fach-Ausbildung kann an Schulen für Sozialbetreuungsberufe (SOB) absolviert werden. Durch den Unterricht und durch begleitete Praktika werden die Fähigkeiten zu einfühlsamem Verstehen, zu raschem Erfassen von Situationen und zu sachgemäßem Handeln entwickelt und gefördert. Eine optimale Auswertung und Reflexion der konkreten Erfahrung am Arbeits- oder Praktikumsplatz wird durch weitgehende Parallelisierung von Theorie und Praxis angestrebt. Im Vordergrund steht stets das ganzheitliche Lernen, das immer eigenes Verhalten und eigene Einstellung einbezieht.

Aufnahmevoraussetzungen:

für die Tagesform:

  • Erfolgreicher Abschluss einer höheren oder mittleren Schule oder einer Berufsausbildung nach erfolgreichem Abschluss der 9. Schulstufe,
  • Vollendung des 17. Lebensjahres spätestens im Kalenderjahr der Aufnahme

für die Berufstätigenform:

  • Erfolgreicher Abschluss einer höheren oder mittleren Schule oder einer Berufsausbildung nach erfolgreichem Abschluss der 9. Schulstufe,
  • Vollendung des 19. Lebensjahres spätestens im Kalenderjahr der Aufnahme

FachsozialbetreuerIn Behindertenarbeit

Fach-SozialbetreuerInnen mit dem Ausbildungsschwerpunkt "Behindertenarbeit" (FSB-BA) arbeiten mit pflegerischer Schwerpunktsetzung in unterschiedlichsten Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe in den Bereichen Wohnen (Wohnheime, Wohngruppen, Wohngemeinschaften, teilbetreutes Wohnen,...), Arbeit und Beschäftigung (Tagesheime, Werkstätten, Erlebnisgruppen, Arbeitsassistenz), Freizeit und Bildung, Erziehung und Förderung sowie bei ambulanter Diensten. FSB-BA sind in den zentralen Lebensfeldern von Menschen mit unterschiedlichen Formen der Beeinträchtigung tätig. Die Aufgaben reichen von Maßnahmen der Anleitung, Anregung, Beratung, Assistenz und Förderung bis zur Unterstützung bei der Basisversorgung. Pflegerische Aufgaben nehmen sie entsprechend Ihrer Qualifikation als Pflegehelfer bzw. Pflegehelferin wahr.

Die 4 - 8semestrige Fach-Ausbildung kann an Schulen für Sozialbetreuungsberufe (SOB) absolviert werden. Durch den Unterricht und durch begleitete Praktika werden die Fähigkeiten zu einfühlsamem Verstehen, zu raschem Erfassen von Situationen und zu sachgemäßem Handeln entwickelt und gefördert. Eine optimale Auswertung und Reflexion der konkreten Erfahrung am Arbeits- oder Praktikumsplatz wird durch weitgehende Parallelisierung von Theorie und Praxis angestrebt. Im Vordergrund steht stets das ganzheitliche Lernen, das immer eigenes Verhalten und eigene Einstellung einbezieht. Aufnahmevoraussetzungen: für die Tagesform:

 

  • Erfolgreicher Abschluss einer höheren oder mittleren Schule oder einer Berufsausbildung nach erfolgreichem Abschluss der 9. Schulstufe,
  • Vollendung des 17. Lebensjahres spätestens im Kalenderjahr der Aufnahme,
  • Nachweis der zur Erfüllung der Berufspflichten in der Pflegehilfe erforderlichen gesund-heitlichen Eignung bzw. Vertrauenswürdigkeit (iSd § 98 Abs. 1 Z 2 und 3 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes - GuKG, BGBl. I Nr. 108/1997 idgF).

für die Berufstätigenform:

  • Erfolgreicher Abschluss einer höheren oder mittleren Schule oder einer Berufsausbildung nach erfolgreichem Abschluss der 9. Schulstufe,
  • Vollendung des 19. Lebensjahres spätestens im Kalenderjahr der Aufnahme,
  • Nachweis der zur Erfüllung der Berufspflichten in der Pflegehilfe erforderlichen gesund-heitlichen Eignung bzw. Vertrauenswürdigkeit (iSd § 98 Abs. 1 Z 2 und 3 GuKG).

PhysiotherapeutIn

Physiotherapeutinnen/Physiotherapeuten sind spezialisiert auf Bewegungsentwicklung und -kontrolle und haben das Fachwissen zur Erhaltung, Förderung, Wiederherstellung und Verbesserung von Bewegungsfunktionen. Sie sind in den unterschiedlichsten medizinischen Fachgebieten tätig und arbeiten mit Patientinnen/Patienten aller Altersgruppen, die an Funktionsstörungen, Einschränkungen bzw. Schmerzen am Bewegungsapparat leiden. Ziel einer physiotherapeutischen Therapie ist die weitgehende Wiederherstellung bzw. Erhaltung der Bewegungsfunktionen und Selbstständigkeit sowie Schmerzreduktion bei der Patientin/dem Patienten.
Neben Therapie und Rehabilitation zählen auch Gesundheitsförderung und Prävention zu den Tätigkeitsbereichen der Physiotherapie.

Physiotherapeutinnen/Physiotherapeuten führen die Therapie von der physiotherapeutischen Befunderhebung über die Festlegung von Therapiezielen und -planung bis zur Umsetzung der einzelnen Maßnahmen durch. Im Krankheitsfall bedarf es einer ärztlichen Verordnung der Therapie.

In Österreich dauert die Ausbildung drei Jahre und schließt mit einem Diplom ab. Die Ausbildung wird entweder an den Akademien für den Physiotherapeutischen Dienst, oder an einer Fachhochschule (Bachelor-Studium) absolviert.
Ein Reifeprüfungszeugnis (ggf. Äquivalent wie Studienberechtigung für Medizin) ist Voraussetzung für die Zulassung zur Ausbildung. An den Akademien für den Physiotherapeutischen Dienst sind zudem Inhaber eines Krankenpflegediploms oder eines Diploms für medizinisch-technische Fachkräfte zur Ausbildung zugelassen. Die Ausbildungsinhalte sind in im MTD-Gesetz (BGBl. I Nr. 70/2005) festgehalten.

Mobile Therapie, Pflegeheim

Psycholog(e)in (Klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie)

PsychologInnen im Bereich der Klinischen Psychologie und Gesundheitspsychologie besitzen eine postgraduale Ausbildung (Theorie und Praxis) in den genannten Fächern. Es kann dann um eine Eintragung in die Liste der Klinischen PsychologInnen und/oder GesundheitspsychologInnen nach dem Psychologengesetz (PG) beim Bundesministerium für Gesundheit angesucht werden. Klinische Psychologinnen und Klinische Psychologen beschäftigen sich mit der Entstehung, Klassifikation und Verbreitung von Störungsbildern und sind sowohl in der Lehre und in der Forschung tätig als auch in der praktischen Anwendung im Bereich des Gesundheitswesens, d.h. in der Prävention, Diagnostik, Beratung und Behandlung. Dabei haben Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle und Evaluation ebenso wie die Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Gesundheitsberufe besondere Bedeutung.


GesundheitspsychologInnen sind im Bereich des Gesundheitswesens tätig, im direkten Patienten- und KlientInnenkontakt und im Rahmen der Entwicklung gesundheitsfördernder Projekte in Institutionen, Organisationen und auf Gemeindeebene. Sie finden aber auch im Sozialbereich, in Unternehmen, im Freizeitbereich sowie im Schulbereich Beschäftigung – in denen gesundheitliche Aspekte und Möglichkeiten und Anwendungen psychosozialer Prävention eine Rolle spielen. Auch in Lehre und Forschung können GesundheitspsychologInnen tätig werden.

Uni: Psychologie

Privatuni: Psychologie, Psychotherapiewissenschaft

Einrichtungen für Menschen mit behinderungen und psychischen Erkrankungen

PsychologIn

PsychologInnen sind mit der wissenschaftlichen Untersuchung von psychischen Strukturen und Prozessen und der Erforschung des menschlichen Verhaltens sowie mit der praktischen Anwendung der dabei gewonnenen Erkenntnisse befasst. Abhängig von ihrem jeweiligen theoretischen Zugang orientieren sich PsychologInnen eher an einem naturwissenschaftlichen oder sozialwissenschaftlichen Menschenbild. Diese unterschiedlichen Sichtweisen spiegeln sich auch in der Wahl der jeweiligen Methoden wider (z.B. Einzelgespräche, Gruppengespräche, Testverfahren).

Viele PsychologInnen spezialisieren sich bereits während ihrer Ausbildung oder später durch Fort- und Weiterbildung auf bestimmte psychologische Anwendungsbereiche wie z. B. Klinische Psychologie, Kinder- Jugend- und Familienpsychologie, Psychotherapie, Verkehrspsychologie, Schulpsychologie, Wirtschafts-, und Organisationspsychologie, Sozialpsychologie oder Umweltpsychologie.

Uni: Psychologie

Privatuni: Psychologie, Psychotherapiewissenschaft

Weiters: Lehramtsstudium Psychologie und Philosophie

Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, Familienberatungsstellen

PsychotherapeutIn

Unter Psychotherapie versteht man eine Vielzahl psychologischer Methoden, die dazu verwendet werden, seelische und emotionale Störungen des Verhaltens zu behandeln.

Die unterschiedlichen Therapieformen gelten für verschiedene psychische Probleme in unterschiedlichem Maß als geeignet. Gemeinsam ist allen Therapieformen, dass Probleme erkannt und aufgearbeitet werden sollen, und dadurch eine Verbesserung der Lebensumstände erreicht werden soll.

Der Zugang zu den Berufen in diesem Bereich ist an unterschiedliche Voraussetzungen geknüpft. Die Psychotherapie-Ausbildung ist seit 1991 durch das Psychotherapie-Gesetz (PthG) gesetzlich geregelt. Sie besteht aus zwei Teilen, einem allgemeinen Teil, dem Propädeutikum und einem speziellen Teil, dem Fachspezifikum, das theoretisches und praktisches Wissen in einer der gesetzlich anerkannten Psychotherapie-Methoden vermittelt. Darüber hinaus müssen auch andere Kriterien erfüllt werden (z.B. Mindestalter), ein Studium wird hingegen nicht zwingend vorausgesetzt.

Familienberatungsstellen "Rat und Hilfe"

Diplomierte/er SozialarbeiterIn

SozialarbeiterInnen unterstützen und beraten einzelne Personen, Familien, Gruppen oder Gemeinwesen bei der Bewältigung von sozialen Problemen, Konflikten und schwierigen Lebenssituationen (Krisensituationen). Davon abgesehen können sie am Aufbau sozialer Strukturen beteiligt sein und an sozialpolitischen Projekten mitwirken.

Sie arbeiten v.a. in Einrichtungen des öffentlichen und privaten Sozialdienstes. Abhängig vom Aufgabengebiet der sie beschäftigenden Institution nehmen SozialarbeiterInnen sehr unterschiedliche Aufgaben wahr, die von der Beratung spezieller Bevölkerungsgruppen (alte Menschen, Behinderte, MigrantInnen, straffällige Personen etc.) über Stadt- und Regionalentwicklung bis zur Leitung von Jugendtreffs und sozialpolitischer Projektarbeit reichen. Konkret können sie u.a. Personen bei Erziehungsschwierigkeiten, Partnerschafts- und Familienproblemen sowie zu Fragen und Problemen im Familien- und Arbeitsleben beraten, über soziale Hilfsdienste und finanzielle Ansprüche informieren oder beim Auffinden einer Unterbringung für Personen mit Betreuungsbedarf helfen.

Im Behindertenbereich tätige SozialarbeiterInnen betreuen behinderte Menschen in Werkstätten und Wohnheimen oder besuchen diese zu Hause und informieren über Förderungsmöglichkeiten und Hilfsdienste (z.B. behindertengerechte Ausgestaltung der Wohnung, Fahrtendienste).

Vor einer Tätigkeit als Sozialarbeiter steht eine umfassende Ausbildung: Interessenten müssen ein entsprechendes Studium absolvieren. In der Regel wird dieses von Fachhochschulen angeboten.

„Soziale Arbeit“ ist ein komplett eigenständiges Studium, an dessen Ende meist der Bachelor Abschluss steht. Insbesondere in Stellenausschreibungen ist häufig vom Beruf des Diplom Sozialarbeiters zu lesen. Dieser Umstand ergibt sich aus der Umstrukturierung der Studiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses. Während Studienanfängern heute nur noch der Zugang zu einem Bachelor Studium möglich ist, gibt es viele ausgebildete Sozialarbeiter, die ihr Studium noch als Diplom Sozialarbeiter oder Diplom Sozialpädagoge abgeschlossen haben.

Suchtberatung, Psychosozialer Dienst, Berufliche Integration, Familienbraungsstellen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen

SozialpädagogIn

SozialpädagogInnen (frühere Bezeichnung: ErzieherInnen) betreuen Jugendliche oder Kinder in Internaten, Lehrlings- und Schülerheimen, Tagesheimen und Pensionaten. Sie betreuen die Kinder, unterstützen die Kinder selbständig zu handeln, versuchen Probleme mit ihnen aufzuarbeiten und helfen bei Hausaufgaben oder Schulproblemen. Sie suchen den Kontakt mit den Eltern und informieren diese über die Entwicklung des Kindes.

Arbeitsfelder von SozialpädagogInnen sind vor allem folgende Bereiche:

Sozialpädagogische Arbeit im Hort (Nachmittagsbetreuung): Arbeit mit Kindern, die nach der Schule am Nachmittag betreut werden sollen. Zu den Aufgaben gehören Lernbetreuung, Freizeitgestaltung, Unterstützung bei der Entwicklung der Persönlichkeit sowie die Elternarbeit.

Sozialpädagogische Arbeit im Jugendwohlfahrtsbereich: Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die auf Grund familiärer Schwierigkeiten eine Zeitlang einer Fremdunterbringung bedürfen (z.B. Wohngemeinschaft). Zu den Aufgaben in diesem Tätigkeitsfeld gehören Kontakt mit Familie, Schule/Lehrstelle, Behörden, Gestalten des Lebensalltags, Krisenarbeit, Beratung, Konfliktlösung und Persönlichkeitserziehung.

Sozialpädagogische Arbeit in der Begleitung von Menschen mit Behinderungen: Arbeit mit Menschen, die auf Grund körperlicher und/oder geistiger Besonderheiten eine spezielle Betreuung benötigen. Aufgaben sind das Training von Alltagsroutine und lebenspraktischem Tun, Pflegetätigkeiten, Unterstützung bei der Entwicklung individueller Förderprozesse und Integrationsarbeit.

Freie Jugendarbeit: Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Jugendzentren oder anderen außerschulischen Einrichtungen von Vereinen und privaten Trägern, Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie z.B. im Gesundheitsbereich (Rehabilitation), bei Arbeitslosigkeit u.a.m

Ausbildungsmöglichkeiten für Berufe in der Kindergarten- und Sozialpädagogik bieten die Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik und Sozialpädagogik sowie entsprechende Kollegs (auch für Berufstätige).

PflichtschulpädagogInnen werden durch Studien an den Pädagogischen Hochschulen ausgebildet.

Die Pädagogischen Hochschulen sowie Schulungsträger wie z.B. Donau-Universität Krems, BFI, NÖ-Landesakademie und IFF bieten Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Kursen, Lehrgängen und Universitätslehrgängen.

Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, Mutter-Kind-Huas, Lerncafe

Fachsozialbetreuerin Altenarbeit FSB (AA)

Fach-Sozialbetreuer/innen sind ausgebildete Fachkräfte für die Mitgestaltung der Lebenswelt von Menschen, die aufgrund von Alter, Behinderung oder einer anderen schwierigen Lebenslage in ihrer Lebensgestaltung benachteiligt sind. Sie verfügen über umfängliches Wissen um die vielfältigen Aspekte eines Lebens mit Benachteiligung und können eine breite Palette an Möglichkeiten der Begleitung, Unterstützung und Hilfe realisieren, und zwar in allen Fragen der Daseinsgestaltung, von Alltagsbewältigung bis hin zu Sinnfindung.

Das Besondere dieses Berufes besteht nicht in hoher Spezialisierung auf eng umrissene Felder oder in Konzentration auf Pflege, sondern in der Bündelung all jener Kompetenzen, die für eine umfassende, lebensweltorientierte Begleitung in den unmittelbaren Lebensbereichen der betreffenden Menschen erforderlich sind.

Fach-Sozialbetreuer/innen arbeiten mit allen Bezugspersonen der unterstützungsbedürftigen Menschen und mit allen betreuenden Stellen zusammen, besonders aber – je nach Bedarf – mit Expert/inn/en aus den Bereichen Therapie, Medizin, Recht, Gesundheits- und Krankenpflege usw. 


Der Aufgabenbereich der Fach-SozialbetreuerInnen mit dem Schwerpunkt Altenarbeit gliedert sich in einen eigenverantwortlichen Bereich und einen Bereich, der die Tätigkeit der PflegehelferInnen umfasst. Der eigenverantwortliche Bereich besteht in einer möglichst umfassenden Begleitung, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen, einzeln oder in Gruppen, abgestimmt auf ihren Bedarf, gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnisse, und umfasst insbesondere folgende Arbeitsbereiche:

  • Präventive, unterstützende, aktivierende, reaktivierende, beratende, organisatorische und administrative Maßnahmen zur täglichen Lebensbewältigung;
  • Eingehen auf körperliche, seelische, soziale und geistige Bedürfnisse und Ressourcen;
  • Hilfe zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten für ein möglichst selbstständiges und eigenverantwortliches Leben im Alter;
  • Individuelle Begleitung bei der Sinnfindung und Neuorientierung in der Lebensphase Alter;
  • Unterstützung bei der psychosozialen Bewältigung von Krisensituationen;
  • Entlastung, Begleitung und Anleitung der Angehörigen und LaienhelferInnen;
  • Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen.

Als Ausbildungsmöglichkeiten für Berufe in diesem Bereich kommen primär verschiedene Fachschulen in Betracht. Neben Fachschulen, die sich ausschließlich dem Sozial- und Pflegebereich widmen, ist hier auch auf mehrere landwirtschaftliche Fachschulen zu verweisen, die Ausbildungsinhalte im Bereich Soziales, Pflege und Betreuung bieten.

Neben den Fachschulen bieten die Akademien für Sozialarbeit die zweite wichtige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit in diesem Bereich. Darüber hinaus gibt es ein Spektrum an Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten: so gibt es Ausbildungen in Bereichen wie Therapie, Sozial- und Rechtskunde (für Beratungstätigkeiten), vor allem aber für leitende Funktionen im Sozialwesen. Personen mit mehrjähriger Berufserfahrung können auch an Ausbildungsgängen für Lehrberufe in diesem Bereich teilnehmen.


Berufsgruppe: Sozialberufe, Pflegeberufe und HelferInnen-Berufe

 

Ausbildung Caritas:

SOB Schule für Sozialbetreuungsberufe
Seegasse
1090 Wien
Tagesform

SOB Schule für Sozialbetreuungsberufe
Grazerstraße 52
Wiener Neustadt
Tagesform

SOB Schule für Sozialbetreuungsberufe
Parkpromenade 10
St. Pölten
Berufsform und Tagesform

SOB Schule für Sozialbetreuungsberufe
Schifersederweg
4040 Linz
Tages und Berufsform

Betreuen und Pflegen zu Hause, Pflegeheim, mobiler Hospizdienst, Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen

FachsozialbetreuerIn Behindertenarbeit

Fach-SozialbetreuerInnen mit dem Ausbildungsschwerpunkt "Behindertenarbeit" (FSB-BA) arbeiten mit pflegerischer Schwerpunktsetzung in unterschiedlichsten Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe in den Bereichen Wohnen (Wohnheime, Wohngruppen, Wohngemeinschaften, teilbetreutes Wohnen,...), Arbeit und Beschäftigung (Tagesheime, Werkstätten, Erlebnisgruppen, Arbeitsassistenz), Freizeit und Bildung, Erziehung und Förderung sowie bei ambulanter Diensten. FSB-BA sind in den zentralen Lebensfeldern von Menschen mit unterschiedlichen Formen der Beeinträchtigung tätig. Die Aufgaben reichen von Maßnahmen der Anleitung, Anregung, Beratung, Assistenz und Förderung bis zur Unterstützung bei der Basisversorgung. Pflegerische Aufgaben nehmen sie entsprechend Ihrer Qualifikation als Pflegehelfer bzw. Pflegehelferin wahr.

Die 4 - 8semestrige Fach-Ausbildung kann an Schulen für Sozialbetreuungsberufe (SOB) absolviert werden. Durch den Unterricht und durch begleitete Praktika werden die Fähigkeiten zu einfühlsamem Verstehen, zu raschem Erfassen von Situationen und zu sachgemäßem Handeln entwickelt und gefördert. Eine optimale Auswertung und Reflexion der konkreten Erfahrung am Arbeits- oder Praktikumsplatz wird durch weitgehende Parallelisierung von Theorie und Praxis angestrebt. Im Vordergrund steht stets das ganzheitliche Lernen, das immer eigenes Verhalten und eigene Einstellung einbezieht. Aufnahmevoraussetzungen: für die Tagesform:

 

  • Erfolgreicher Abschluss einer höheren oder mittleren Schule oder einer Berufsausbildung nach erfolgreichem Abschluss der 9. Schulstufe,
  • Vollendung des 17. Lebensjahres spätestens im Kalenderjahr der Aufnahme,
  • Nachweis der zur Erfüllung der Berufspflichten in der Pflegehilfe erforderlichen gesund-heitlichen Eignung bzw. Vertrauenswürdigkeit (iSd § 98 Abs. 1 Z 2 und 3 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes - GuKG, BGBl. I Nr. 108/1997 idgF).

für die Berufstätigenform:

  • Erfolgreicher Abschluss einer höheren oder mittleren Schule oder einer Berufsausbildung nach erfolgreichem Abschluss der 9. Schulstufe,
  • Vollendung des 19. Lebensjahres spätestens im Kalenderjahr der Aufnahme,
  • Nachweis der zur Erfüllung der Berufspflichten in der Pflegehilfe erforderlichen gesund-heitlichen Eignung bzw. Vertrauenswürdigkeit (iSd § 98 Abs. 1 Z 2 und 3 GuKG).